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Algen!

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Morepower
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BeitragBeitrag #1 vom 21.03.2004 - 18:22  Titel:  Algen!

Hi Leute!

Ich habe mir vor ein paar Wochen für die vordere Leuchte eine Reflektor gekauft. Ich bilde mir ein, dass ich, seit ich diesen montiert habe, verstärkt gegen die Pinselalgen kämpfen muss. Traurig

Heute habe ich mal alle Blätter abgeschnitten, die mit den Algen befallen waren. Weiters habe ich sämtlich Dekoeinrichtungen abgeschrubbt und schließlich den Reflektor noch entfernt.

Zum Schluß habe ich das Licht noch abgeschaltet, um dem Becken eine zweitägige Dunkelkur zu verschaffen.

Meine restlichen Pflanzen wuchern ansonsten wie verrückt und blühen zum Teil auch Sehr froh!

Hat noch einer eine Idee, was man sonst noch gegen die Algen machen könnte?

danke und lg
Gerhard



Jürgen
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BeitragBeitrag #2 vom 21.03.2004 - 18:46  Titel: Wichtig Pinselalgen

Hallo,

versuch mal durch mehrere umfangreichere Wasserwechsel die Phosphat-Konzentration im Becken zu senken. Oft ist Phosphat die Ursache für Pinselalgen, natürlich kann auch die Veränderung des Lichtspektrums dafür die Ursache sein. Besonders Röhren mit hohem Blauanteil können Pinselalgenwachstum fördern, oder überalterte Röhren, die sich im Lichtspektrum allmählich zuungunsten der Pflanzen verändern.

Zur Wasserwechsel-Methode hab ich eine interessante Seite gefunden, die den Zusammenhang zwischen Eisen und Phosphat erläutert. Ich erlaube mir zu zitieren:

Die oberste Schicht des Bodensediments besteht aus oxidiertem Schlamm, d.h. unlösliche Verbindungen wie Eisen(III)-oxid und Eisen(III)-phosphat sind zum großen Teil vorhanden. Die Oxidation dieser Schicht ist aber nur bei Vorhandensein von genügend Sauerstoff im Tiefenwasser möglich. Dabei bildet sich aus gelösten Eisen(II)-Ionen und gelöstem Sauerstoff durch langsame chemische Oxidation oder durch Eisen-Bakterien Eisen(III)-oxid, wobei zusätzlich Eisen(III)-phosphat mittels der im Wasser gelösten Phosphat-Ionen entsteht:


12Fe2+(aq) + 8PO43-(aq) + 3O2(aq) 2Fe2O3¯ (s) + 8FePO4¯ (s)

Dadurch wird Phosphat einerseits gebunden, andererseits befinden sich unter dieser oxidierten Schicht Stoffe wie unlösliches Eisen(II)-sulfid und lösliche Eisen(II)-Phosphat-Verbindungen, z.B. Vivianit, sodass weiterem Phosphat der Wasserkörper nicht zugänglich ist. Wie aus der Reaktionsgleichung zu schlussfolgern ist, befindet sich das Gleichgewicht auf seiten des Oxids. Dies gilt jedoch nur bei genügendem Sauerstoffgehalt an der Grenzfläche zwischen oxidierter Schicht und Wasser. Nimmt die Sauerstoffkonzentration erheblich ab, z.B. durch erhöhten Bedarf seitens der Destruenten und Reduzenten, so verläuft die Hinreaktion wesentlich langsamer und das Gleichgewicht verschiebt sich zu den gelösten Komponenten hin. Weiterhin ist nun die unlösliche Sperrschicht verschwunden, die die löslichen Phosphat-Verbindungen vom Wasserkörper üblicherweise trennt, sodass noch weiteres Phosphat in Lösung geht. Aus diesem Grund steigt die Phosphatkonzentration zunächst im Tiefenwasser durch den Sauerstoffmangel an. In höheren Wasserschichten, in denen noch genug Sauerstoff vorhanden ist, werden die durch die Gleichgewichtsverschiebung neu gelösten, aufsteigenden Phosphat- und Eisen(II)-Ionen wieder ausgefällt, dadurch dass Eisen(II) zu Eisen(III) oxidiert wird und sich wiederum Eisen(III)-phosphat sowie Eisen(III)-oxid bildet.

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Als Erläuterung: wenn bei der Düngung zu viel Eisen verabreicht wird, bildet sich mit dem im Wasser anwesenden Phosphat Eisen-Phosphat, das wasserunlöslich ist. Bei bestimmten Änderungen im Sauerstoffgehalt, wie das zum Beispiel durch stärkere Assimilation und Sauerstofferzeugung durch die Pflanzen erfolgen kann, löst sich das Eisen wieder aus der Verbindung und auch das Phosphat wird wieder frei und steht den Algen zur Verfügung. Ich könnte mir vorstellen, dass das mit der Installation des Reflektors und der erhöhten Lichtmenge zusammenhängt.
Als Abhilfe sollten die angeführten Teilwasserwechsel und damit die künstliche Zufuhr von Sauerstoff, der unter Druck im Leitungswasser gelöst ist, helfen, das Phosphat löslich zu machen und mit den nächsten Teilwasserwechseln wieder zu entfernen. Dabei wärs für die Fische besser, den Tw-Wechsel nur zu max. 1/3 durchzuführen, vielleicht 2x täglich, bevor das Phosphat bei sinkendem Sauerstoffgehalt (wie das in der Nacht der Fall ist) wieder eine unlösliche EisenIII-Phosphat-Bindung eingeht. Nach dieser Prozedur über 3 Tage sollte das Problem dann an und für sich behoben sein.

Lg
Jürgen
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BeitragBeitrag #3 vom 22.03.2004 - 20:17  Titel:  

Hi Jürgen!

Danke für Deine Antwort. Ich hab zuerst auch an TWW gedacht, aber ich hatte in der Anfangszeit meines AQ einen erhöhten Nitritgehalt in meinem Becken (max. 0,5) den ich durch tägliche mehrere TWW in den Griff bekam.

Trotzdem brach bei mir anschließend Ichtyo aus, wobei ich vermute, dass die Fische durch den ständigen TWW im Stress waren.

Nun bin ich am zweifeln, ob ich das wieder riskieren sollte???
Oder war der erhöhte Nitritgehalt am Stress schuld???

lg
Gerhard
Dominik
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BeitragBeitrag #4 vom 22.03.2004 - 22:00  Titel:  

hi

seht mal meinen beitrag - vielleicht könnte der auch funktionieren!?

http://www.zierfischforum.at/forum/viewtopic.php?t=360

mfg
Morepower
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BeitragBeitrag #5 vom 23.03.2004 - 12:09  Titel:  

Hi Morpherl!

Da möchte ich aber doch noch zuerst auf Deine Erfahrungen warten Zwinker

lg
Gehrard
Jürgen
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BeitragBeitrag #6 vom 23.03.2004 - 14:53  Titel: Wichtig Nitritstress

Hi Gerhard,
Zitat:
Oder war der erhöhte Nitritgehalt am Stress schuld???

Würde ich auch so sehen. Wahrscheinlich dann noch in Kombination mit den vielen Frischwassergaben bzw. den "vielen" nach dem Kauf (sowieso) gestressten und anfälligeren Fische.
Viele Tw-Wechsel stellen aber einen Stressfaktor für die Fische dar, da muss ich Dir recht geben. Ist halt auch eine Gewöhnungssache, wie die Fische darauf reagieren, bei Tendenz zu häufigem Tw-Wechsel wird nicht viel passieren. Wenn die Fische bisher einen zwei- oder dreiwöchentlichen Tw-Wechsel gewohnt waren und plötzlich mit täglichen Gaben beglückt werden kann das schon ins Auge gehen.
Wie bei fast allem, was man beim Aquarium macht: nichts sprunghaft verändern und keinesfalls von einem Moment auf den anderen wichtige Umgebungsfaktoren (i.d.F.: Wasserwerte) verändern.

Lg
Jürgen
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