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Arterhaltung im Wohnzimmeraquarium
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helmut
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Anmeldungsdatum: 23.08.2004
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BeitragBeitrag #31 vom 06.01.2006 - 18:25  Titel:  

Hallo Viper (ein komischer Name, aber sicherlich nicht deine Schuld)

Also meines Erachtens sollte man als Aquarianer und Züchter von Zierfischen darauf achten, dass keine Fische der Natur entnommen werden und die Nachfrage nach Fischen aus Zuchten heraus gedeckt werden kann.

Wenn unsere Altvorderen genau so gedacht hätten, dann wären wir noch bei Stichling und Co. Natürlich wären wir von unserem Gewissen geplagt, da wir ja die auch aus der Natur entnehmen mußten.

In meinem ganzen Leben habe ich erst einmal Wildfänge gekauft, obwohl genügend Nachzuchten auf dem Markt waren. Grundsätzlich kaufe ich aber lieber eine F1 oder F2. Es müssen nicht grundsätzlich Wildfänge sein. Wenn du aber auf eine bestimmte Art fixiert bist, lange gesucht hast, dann bist du auch froh, wenn du Wildfänge bekommst.

Ich zum Beispiel habe momentan 18 junge L46 und 13 ausgewachsene.

ist ja wunderbar und da du daran interessiert bist, den Fisch in der Natur zu erhalten, gibst du ihn pro Stück für 10 Öre her. Er soll ja unter die Leute kommen und für viele kleine Fischlein sorgen. Wenn jeder so denkt wie du, wenn in weiter Zukunft dann endlich der Markt (es ist nichts anderes als ein Markt) gedeckt ist, dann wird es so weit sein, dass ihn dir kein Händler mehr abnimmt.

Glaubst du es könnte so weit kommen?
Wenn du es nicht glauben solltest, weshalb den nicht?

sondern man kann beim Züchter nachfragen um zu vermeiden, dass es bald keine Fische mehr im Amazonas gibt.

Ich möchte keinem Diskuszüchter zu nahe treten, sicherlich betrifft es die Meisten nicht -- aber:
Ich pfeif´ drauf mir Diskus bei einem Züchter zu kaufen. Nur dann, wenn ich ihn kenne und bei ihm ein-und aus gehe.
Hast du eine Vorstellung davon, wieviele Diskus mit Flossenfehler, mit Farbfehler, mit degenerierten Kiemen bei einem Wurf dabei sind?
Nö, hast du nicht, woher auch. Du siehst nur die schönen Fische, die Fische, die der Züchter verkauft. Die Anzahl der anderen, die er verfüttert oder sonst wie "entsorgt", die siehst du nicht. Wenn du dir solche ein Paar kaufst, kannst du dir vorstellen, wie dann deine Nachzuchten aussehen?

Und spezielle die Diskus:
Sicherlich kennst du die schönen roten, die Pigdeon blöd. Wenn du die Möglichkeit hast, dann frage mal einen Züchter wie er dessen Junge groß bekommt.

Ich habe vor lange Zeit Diskus gezogen, unter anderem den Symphysodon heckel. Das waren aber noch Diskus, bei denen du nicht fünf verschiedene Medikamente auf´s Aquarium stellen mußtest, damit die Fische sie sehen. Wenn heute ein Nachzuchtdiskus kein Medikament auf dem Becken sieht, dann fühlt er sich unwohl und nimmt sich eine Auszeit.
Da nützt dann auch das Prädikat "Trichinenfrei" nichts mehr.

Mein Antwort hört sich etwas derb an, ist aber nicht so gemeint. Nur auf Nachzuchten zurückgreifen hört sich ja soo schön an, ist aber zu kurz gedacht und läßt sich nicht realisieren.

Wenn du jetzt noch deinen Namen preisgibst, dann kann ich dich das nächste mal besser anreden.

Gruß aus Karlsruhe
helmut



Marc.
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BeitragBeitrag #32 vom 06.01.2006 - 19:04  Titel:  

Hi,

das waren aber noch Diskus, bei denen du nicht fünf verschiedene Medikamente auf´s Aquarium stellen mußtest, damit die Fische sie sehen

Das gibts nicht nur bei Diskus. Man könnte einige aufzählen...

Nur auf Nachzuchten zurückgreifen hört sich ja soo schön an, ist aber zu kurz gedacht und läßt sich nicht realisieren

Das haben wir ja schonmal besprochen, von wegen "hats nicht gelernt" oder "kennts nicht anders". Reine Überzüchtung, mehr nicht.

Von daher ist auch in nur kurzer Zeit keine Arterhaltung möglich, wenn nicht ständig neues "Blut" dazukommt. So ists nunmal. Jeder der schonmal exzessiv gezüchtet hat, weiß warum. Der Inzuchtfaktor wird oft und zu meist bei weitem unterschätzt. Wer erkennt denn die Probleme und Auswirkungen, die sich nicht phänotypische auswirken? Man kann sie ja nicht mit dem bloßen Auge erkennen, von daher ist für viele "alles in Ordnung", obwohl dem gar nicht so ist.

Grüße
Marc
orchidee
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BeitragBeitrag #33 vom 19.04.2006 - 00:43  Titel:  

Hallo Leute

Ich kann es mir persönlich durchaus vorstellen das sich sowohl mit der Nachzucht als auch mit dem Auswildern gute Erfolge erziehlen lassen würden und finde die Überlegung grundlegend auch ganz gut.

Jedoch stehe ich dieser Sache eher kritisch gegenüber.

Selbst wenn der Tierbestand unter Schutz gestellt sein würde, gäbe es genügend Leute die beim Kauf lieber auf einen Wildfang zurückgreifen würden und weiterhin gibt und gäbe es zuviele Menschen die damit ihr Geld verdienen. Zornig

mfg

orchidee
eumel6
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BeitragBeitrag #34 vom 25.05.2006 - 14:58  Titel:  

Was ist gegen Arterhaltung im Aquarium einzuwenden? Ich persönlich sehe da keine großartigen Gegenargumente. Halt eine Notreseve für den extremen Notfall.
Und Aufgabe der Fachgruppen ist es in solchen Fällen die Zuchtbücher in Ordnung zu halten.
gruß jo
fxb
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BeitragBeitrag #35 vom 24.03.2007 - 13:55  Titel:  

würde es super finden wenn die arterhaltung gut funktionieren würde, doch wie gsagt, der inzuchtfaktor spielt eine große rolle!

würde selbst gerne Hyp. zebra aber ich weiss nicht wo ich in salzburg einige tiere bekommen könnte, viell. hat hier ja jemand welche für mich übrig!

thema inzucht: seh das leider an meinen guppies, da ich nurmehr wenige tiere pflegte und mit der zeit sind einfach alle farblos geworden, auch die größe ist mit 3cm für weibchen recht klein!
w4tel
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BeitragBeitrag #36 vom 09.07.2007 - 13:06  Titel:  

eine wesentliche frage, die sich für mich stellt: wozu

im natürlichen lebensraum ist für die art, wie schon ein paarmal angesprochen, kein platz mehr, da sie dort, aus welchem grunde immer, ihre bedeutung verloren hat.

dies ist, soweit wir in der zeitgeschichte zurückblicken können, nicht das erste mal so und es wird auch nicht das letzte mal sein. die frage nach gut oder böse stellt sich in diesem zusammenhang nicht

die "arterhaltung" erfolgte also aus, sagen wir mal, sehr egoistischen gründen. und was wir erhalten, ist letztendlich doch wieder nur fürs aquarium und zur persönlichen erbauung bestimmt.

es ist also so gesehen auch egal, ob es in freier natur noch lebensfähig wäre oder platz fände (auch schon angesprochen: faunen-verfälschung).

so mag es durchaus eine interessante und insoferne auch "sinnvolle" herausforderung sein - mit dem oben angesprochenen zweck hat es meines erachtens nur sehr am rande zu tun
Gast
Gast









BeitragBeitrag #37 vom 31.08.2007 - 23:47  Titel:  

Hy!

Aquarium Conservation Programme:
Arterhaltungsprogramm für Zierfische sucht engagierte Teilnehmer: * Einloggen, um Links zu sehen

Lg
Irene
MichaelB
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BeitragBeitrag #38 vom 07.10.2007 - 20:00  Titel:  

Arterhaltungsprojekte mit Wiederansiedlung sind überaus schwierig, komplex und auch bei Säugetieren nur selten erfolgreich. Als Beispiele dafür (zumindest für kurzfristig erfolgreicher Artenschutzprojekte) wären jene der Przewalskypferde in der Wüste Gobi und das Bartgeierprojekt in den Alpen (Zentrum in Rauris) zu nennen. Bei beiden Projekten liegt enorm viel Know-how dahinter, dennoch gibt es jede Menge Misserfolge.
Im Fall von Fischen ist bekannt, dass die Zucht in Gefangenschaft zwangsläufig mit Domestikations- bzw. Degenerationserscheinungen verbunden ist, da die Haltungsbedingungen und die Selektion der Tiere einfach nicht mit jenen in der Natur vergleichbar sind.
Manche Arten sind dabei toleranter, manche weniger. Guppies zb. vertragen schon eine Menge an Inzucht (Verpaarung eng verwandter Tiere) die auf Dauer zu einer Inzuchtdepression durch "genetische Verarmung" führt.
Dieses Faktum sollte auch beachtet werden, wenn man ernsthaft züchten und nicht nur vermehren will: die Gepflogenheit, eine Zucht auf mit einem Paar aus dem selben Schwarm eines Zoohändlers aufzubauen, scheint daher nicht sinnvoll, da diese Tiere mit hoher Wahrscheinlichkeit eng miteinander verwandt sind.
Was bei der Arterhaltung mit dem Hintergedanken der Wiederansiedlung noch dazu kommt, ist die Tatsache, dass die individuelle Anpassungsfähigkeit an "lokale Heimatverhältnisse" verloren geht. D.h.. die selben Probleme, die man mit Wildfängen mit der Anpassung an unserer Aquarienverhältnisse haben kann, drohen auch bei der erneuten Aussiedlung von gezüchteten Tieren. Dazu kommt, dass die Natur viel härter mir nicht oder schlecht angepassten Tieren umgeht, sodass zu befürchten ist, dass die Überlebenschanchen von Aquarien-Nachzuchten nicht sehr hoch wären. Bessere Chancen hätten natürlich lokale (Freiland)-Projekte in den Heimatländern der Fische.

l.g.- michael
schlapfa
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Anmeldungsdatum: 31.01.2008
Beiträge: 14

Fische: 52

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BeitragBeitrag #39 vom 07.02.2008 - 08:40  Titel:  

Hallo
das mit der inzucht ist so eine sache, die sich eigendlich nur durch einen gentest ausschließen lässt.
Hab mich mal mit den kampffischen intensiever beschäftigt und hatte tiere aus ca. 300km entfernung gekauft, dann stellte sich raus (damals durch einen professor an einer uni der mir so mehr aus spaß und testzwecken einen gentest machte)
fest das einige tiere mit meinen verwant waren!
Woraus man den schluß ziehen kann der gleiche Grpßhändler und der gleich züchter in asien^^.
Lg werner
w4tel
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Anmeldungsdatum: 15.03.2007
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BeitragBeitrag #40 vom 07.02.2008 - 09:12  Titel:  

„Das einzig Beständige ist die Veränderung“. (Immanuel Kant 1724-1804)

es wird, wie schon richtig erwähnt, kaum gelingen, im aquarium nachgezüchtete fische wieder anzusiedeln, auch weil ja oft veränderte lebensbedingungen ein weiterbestehen der ursprungspopulation nicht mehr ermöglichten

aber wenn ich das projekt richtig verstanden habe geht es eher darum den bedarf für aquarientiere durch nachzucht zu decken und also weitere entnahmen aus der natur einzuschränken

das ist zwar ein lobenswerter grundgedanke, aber, abgesehen von ein paar spezialrassen, werden wir mit der ohnehin schon stattfindenden freilandzucht in z.b. asien kaum schritt halten können

im übrigen helfen wohl nur rigorose ausfuhrbeschränkungen, für welche allerdings erst ein entsprechendes bewußtsein in den herkunftsländern geschaffen werden muß (was allerdings mit einem vollen bauch leicht gesagt ist)
Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:   
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