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Kleine Anatomie der Fische


Kleine Anatomie der Fische
Grafik aus: Tetra, Gesunde Zierfische (1990); abgewandelt und ergänzt

Anmerkungen:
Schwanzflosse unpaarig (= einfach vorhanden); 'Antriebsflosse'
Seitenlinie: erstreckt sich beidseitig vom Ansatz der Schwanzflosse linienförmig bis zur Kopfregion, oft punktförmig auslaufend; wichtigstes Sinnesorgan des Fisches, mit dem Druckunterschiede wahrgenommen werden können
Afterflosse: unpaarig; bei Salmlern (Männchen) oft mit feinen Häkchen besetzt; bei Lebendgebärenden zu einer Samenrutsche (Gonopodium) umgebildet, mit der die Spermienpakete (Spermatophoren) an das Weibchen übergeben werden
Bauchflossen: paarig; dient bei Panzerwelsen auch der Aufnahme der Eier (Weibchen)
Brustflossen: die wichtigsten Steuerflossen des Fisches; der erste Brustflossenstrahl ist bei vielen (Saug-)Welsen verdickt und mit Stacheln oder dornartigen Fortsätzen besetzt und kann als Erkennungsmerkmal für Tiere männlichen Geschlechts dienen
Fettflosse: charakteristisch für die meisten Vertreter der Salmler und einheimischer Salmoniden (Forelle, Äsche, Huchen, Saibling, ...)
Rückenflosse: oft mit fahnenartiger Erweiterung des letzten (der letzten) Rückenflossenstrahlen bei männlichen Cichliden (Buntbarsche); ebenso kann der 1. bis 3. Rückenflossenstrahl verlängert sein (Männchen, sekundäres Geschlechtsmerkmal)
Genitale: Urogenitale; Genitalöffnung; gemeinsame Mündung nach aussen von Harnleiter, Samenleiter (Männchen) oder Eileiter (Weibchen) - Genitalpapille: das ausgestülpte letzte Teil von Samenleiter oder Eileiter, das vor, während und kurz nach dem Ablaichen gut sichtbar ist
Anale: Afteröffnung, die Mündung des Darmes nach aussen
Barteln: Fortsätze, besetzt mit Sinneszellen, dienen der Nahrungssuche; Barteln findet man z.B. bei karpfenähnlichen, schmerlenartigen Fischen oder vielen Welsen.
Maul: mit Lippen, Einzelzähnen oder Zahnreihen oder umgebildeten Zahnplatten; gleich-, ober- oder unterständig ein Merkmal für die bevorzugte Lebensweise des Fisches (Freiwasser, bodennah, oberflächenorientiert)

Wer Lust hat, die Organe der Fische mit Text weiter und ausführlicher zu ergänzen, kann sich gerne im Wiki weiter damit beschäftigen.

Sinnesporen und Nasenloch im Detail bei Phterophyllum scalare (Scalar)

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Text: Jürgen Haberstroh
Grafik: abgewandelt aus Tetra: Gesunde Zierfische (1990)

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