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Ichthyophthirius multifiliis (Weisspünktchenkrankheit)Chilodonella sp. und Ichthyophthirius multifiliis (Weisspünktchenkrankheit):
Eine Mischinfektion auf Xiphophorus helleri.
Gedanken, Bilder und Videos zur Vermehrung und Aussehen des Parasiten unter dem Mikroskop


Von Jürgen Haberstroh


In der Diskussion, mit welchen Mitteln man dem 'neuen' schwer bekämpfbaren Ichthyo-Erreger mit 'herkömmlichen' chemotherapeutischen Massnahmen beikommen könnte, hat sich die geschilderte Methode bewährt.
Hintergrund: in der Verkaufsanlage traten in den letzten Wochen vereinzelt Ichthyo-Fälle auf, die sich mit normalen Dosierungen, Überdosierungen, Kombinationen mit Salzzugabe, Überdosierung und Temperaturerhöhung, nicht bekämpfen liessen. Es wird diskutiert, ob es sich dabei um einen neuen Ichthyo-Stamm oder eine Resistenzbildung gegenüber malachitgrünhältigen Medikamenten handelt.
Die Schwierigkeit, einen 'neuen' Erreger oder eine 'neue Rasse' mit herkömmlichen Mitteln (Mikroskop) optisch nachzuweisen wird dazu führen, dass man auf Untersuchungsergebnisse von Zoologischen Instituten oder den Labors der grossen Aquaristik-Hersteller warten muss. Das Problem scheint die Beschaffung dieser Erreger zu sein: wenn sich herausstellt, dass man den untherapierbaren Erreger im Becken hat, dürfte der Fischbestand bereits tot sein, bevor man dem Labor einen befallenen Fisch übersenden kann.
Was kann man in der Zwischenzeit als Aquarianer tun, wenn man sich hobbymässig mit der Problematik auseinandersetzen möchte und häufiger Zugang zu Untersuchungsmaterial hat? Man kann sich Aufzeichnungen über die Therapiemöglichkeiten machen und so Erfahrungen sammeln.
Ichthyophthirius multifiliis (Weisspünktchenkrankheit) an einem Grünen Schwertträger
In der Diskussion um die verschiedenen Ichthyo-Stämme ergab sich in einem Gespräch, dass ein süddeutscher Zierfisch-Grosshändler in den 90-er Jahren anscheinend zwischen asiatischem und südamerikanischen Ichthyo unterschieden konnte. Leider liess sich dazu nicht mehr hinterfragen, die asiatische Form soll schwerer therapierbar gewesen sein und 'hauptsächlich' auch nur Barben und Bärblinge befallen haben. Das erschien mir neu und soll als Detail nur erwähnt sein, ohne damit einen Beitrag zu einer Mythen- und Legendenbildung zu liefern.

Mit dem schwer therapierbaren Ichthyo 'durfte' ich in den letzten Wochen in drei Fällen schlechte Bekanntschaft machen:
Fall 1: Ein Becken mit Regenbogenfischen (Melanotaenia trifasciata): ein besonders hartnäckiger Fall mit ständigen Re-Infektionen, nach deutlicher Besserung erneutem, verstärktem Aufflackern der Infektion. Nach einer mehrtägigen Umsetzmethode zwischen zwei Aquarien, die kaum Besserung brachte, wurden die Fische mit Temperaturerhöhung auf 28 °C, Salzzugabe (3 g/l) und Zugabe eines malachitgrünhältigen Präparates behandelt. Ergebnis: negativ. Keine Besserung, im Gegenteil: es wurde noch schlimmer, erste Ausfälle traten auf. Die Überdosierung des handelsüblichen Medikamentes um 50 % brachte auch keine Verbesserung, im Gegenteil: das Wasser wurde trüb und die Fische sahen recht mitgenommen aus. Ich brach die Therapie nach 5 Tagen ab. Nach einem 3/4 Teilwasserwechsel wurde täglich kristallines Malachitgrün ins Becken gegeben, bis sich optisch eine leichte Grünfärbung des Wassers ergab, ähnlich der Daumen_mal_pi Methode der Zugabe von Methylenblau bei Laichverpilzung. Diese unprofessionelle (die Verwendung einer Stammlösung wäre angebracht gewesen und nachvollziehbar) kritikwürdige Methode brachte dann die Heilung des Fischbestandes. Das kristalline Malachitgrün stammte aus der Apotheke, die Zugabe erfolgte an drei Tagen hintereinander. Nach Abschluss der Behandlung wurde ein grosszügiger Teilwasserwechsel durchgeführt.
Fall 2: Ein Becken mit Keilfleckbarben (Rasbora heteromorpha), Beilbauchsalmlern (Carnegiella strigata) und jungen Guppies (Poecilia reticulata, private Nachzucht). Der Befall trat nach dem Zusetzen der Beilbauchsalmler auf (neue Zierfischlieferung). Der Krankheitsverlauf war erschreckend: alle Keilfleckbärblinge und die Hälfte der Beilbauchsalmler starben in kürzester Zeit, bei den Guppys gab es keine Ausfälle. Das handelsübliche Medikament brachte in Kombination mit Salzzugabe überhaupt keine Wirkung, auf eine Überdosierung wurde im Hinblick auf die Empfindlichkeit der Rasbora verzichtet.
Fall 3: Ein Becken mit Ancistrus sp. 'dolichopterus' (Brauner Antennenwels) aus privater Nachzucht wurde nach Zugabe von Nachzuchten (junge Grünflossenbuntbarsche, Cryptoheros nigrofasciatus) infiziert. Tragischerweise trat im Becken des Bekannten das Ichthyo auch auf, allerdings zeitlich versetzt einige Wochen vor diesem Fall. Erst im Gespräch darauf angesprochen teilte er mir dieses Detail mit, aber da war es schon zu spät. Interessanterweise brach die Krankheit erst aus, als die 12 jungen Buntbarsche zugesetzt wurden, zuerst bei den Welsen, später auch bei den Buntbarschen. Bereits vor den typischen Symptomen (weisse Punkte) zeigten die Welse ihre Erkrankung durch ihre typischen Verhaltensweisen an: sie hängen in strömungsreicheren Zonen an den Scheiben und 'wedeln' verstärkt mit den Flossen. Zu diesem Zeitpunkt lag vermutlich bereits ein massiver Befall der Kiemen vor (nicht untersucht).

Bei den vielen Methoden, die zur Heilung dieser schlimmen Erkrankung möglich sind, sei auf die fischschonende Verwendung von UVC-Wasserklärern, Sandfiltern und die Umsetzmethode hingewiesen. Mit einer konsequenten Quarantäne von Neuzugängen kann man den Schaden minimieren. Sehr anschaulich beschreibt das Bernd Kaufmann auf seiner Webseite http://www.aquamax.de

Ergänzend zum eigentlichen Bericht - wenn man keinen Zugriff auf einen hochwattigen UVC-Klärer hat, könnte man die Methode, das gesamte Aquarium damit zu behandeln, etwas modifizieren: ein Kampffisch-Männchen mit Ichthyo-Befall wurde in ein 75 Liter Aquarium gesetzt. Dort kam der Fisch in einen der Handelsüblichen Netzaufzucht-Behälter. Angeschlossen wurde ein 11 W UVC-Klärer, die Pumpenleistung auf etwa 300 l/h eingestellt. Man erreicht damit immerhin eine Teilentkeimung, aber ob es auch zur Behandlung von Ichthyophthirius reichte? Es funktionierte. Der Auslauf des Klärers wurde knapp über dem Netzboden des Aufzuchtbehälters installiert, sodass der Fisch sich nicht unnötig mit der Strömung auseinandersetzen musste. Diese Methode brachte einige Vorteile: a.) Der Fisch wurde keiner Medikamentenbelastung ausgesetzt b.) Der Fisch schwamm im teilentkeimten Wasser, in dem zumindest die Zahl der Schwärmer reduziert wurde c.) Abfallende Reifestadien des Parasiten fielen auf den Netzboden oder durch das Netz, der 'Überdruck' des austretendenden Klärerwassers beförderte die Schwärmer aus dem Netzkasten heraus, sodass der Fisch in einem Milieu mit stark reduziertem Keimdruck schwamm. Die Infektion war nach 6 Tagen völlig geheilt.

Dieser Erfahrungsbericht soll nicht zur Verwendung der chemotherapeutischen Keule raten, sondern ein Erfahrungsbericht mit dem Umgang chemischer Mittel sein, wenn sich der Einsatz (scheinbar) nicht vermeiden lässt. Wenn damit bewirkt werden kann, dass die Fische unnötigen Überdosierungen von Medikamenten erspart bleiben, ist schon einiges erreicht.

Fall 4: Am 7.01.2006 stellte ich bei den abgebildeten grünen Schwertträgern (Xiphophorus helleri) die typischen Verhaltensänderungen beim Auftreten einer Weisspünktchen-Erkrankung fest, und zwar bevor die weissen Pünktchen sichtbar wurden (Flossenklemmen, Scheuern, 'Lustlosigkeit' und Apathie).
Die Fische wurden in ein anderes Becken umgesetzt und mit der Behandlung begonnen. Verwendet wurde ein malachitgrünhältiges Präparat (EXIT, Fa. Sea Horse). Am Montag, 09.01., waren die Fische sichtbar mit weissen Punkten befallen. Nach der dreitägigen Anwendung des Präparates ergab sich keine Besserung des Befalles. Am 10.01 wurde ein 50 % Teilwasserwechsel durchgeführt und am 10. und 11.01. mit dem malachitgrünhältigem Präparat entsprechend nachdosiert. Am 12.01. wurde ein 50 % Teilwasserwechsel und eine Filterreinigung durchgeführt, ausserdem der Bodengrund gründlich abgesaugt, das Medikament entsprechend der Gebrauchsanweisung nachdosiert. Eine Aufwirbelung des Bodengrundes wurde durchgeführt, um optisch mögliche Ichthyo-Cysten festzustellen, mit einer Pipette mögliche 'Kandidaten' entnommen und unter dem Mikroskop untersucht. Dabei liess sich feststellen, welche verheerende Wirkung das Medikament auf die Kleinlebewesen im Mulm hat: mikroskopisch kleine Copepoden (Krebschen) überlebten die Therapie nicht, Würmchen wurde scheints nicht beeinträchtigt. Man denke an die vielen nützlichen Einzeller, die bakterienfressend das Aquarium biologisch gesund erhalten, die durch das Medikament ebenfalls abgetötet werden, und widerstehe nachhaltig der Versuchung, Medikamente im Gesellschaftsbecken einzusetzen! Ich kann davon nur händeringend abraten, man vergiftet sich das Aquarium über Monate und legt womöglich damit den Grundstein, dass das Becken nie mehr richtig 'funktioniert'.
Am 13.01. wurde kein Medikament mehr zugegeben, der Zustand der Tiere besserte sich deutlich. Am 14.01. waren die Fische optisch geheilt - die Infektion war ohne Ausfälle verlaufen. Auf die Zugabe von Salz wurde verzichtet, eine Temperaturerhöhung nicht durchgeführt. Wie man auf den Bildern erkennen kann, sind die Schwertträger top konditioniert und machen auch bei dem starken Befall keinen schlechten Eindruck, es handelt sich um private Nachzuchten. Ein ganz 'normaler' Krankheitsverlauf, eine ganz normale Therapie also?

Nein - die Verwendung des Malachitgrüns war nur die halbe Wahrheit. Nach dem Abbruch der Therapie mit dem Medikament nach Gebrauchsanweisung und den Erfahrungen der negativen Therapieverläufe kombinierte ich mit einem kupferhältigen Präparat (sera oodinopur). Eingesetzt wurde es in der halben empfohlenen Dosierung am 10.01. nach dem 50 % Teilwasserwechsel zusammen mit dem malachitgrünhältigen Medikament in der Dosierung der Folgetage (bzw. entsprechender Nachdosierung, um den Teilwasserwechsel auszugleichen). Am 12.01. wurde nach dem 50 % Teilwasserwechsel, der Filterreinigung und der Bodengrundabsaugung das kupferhältige Präparat mit 1/4 der Dosierung des 1. Tages zusammen mit dem malachitgrünhältigen Präparat nachdosiert. Dabei wurde selbstverständlich kein Wasseraufbereitungsmittel verwendet.
Eine ziemliche Packung also. Kupfer schädigt die Leber der Fische und vergiftet Fische und Aquarium nachhaltig, man darf es nicht in weichem Wasser einsetzen (es wirkt dann noch giftiger) und man soll sich den Einsatz überhaupt gründlichst überlegen.
Jedenfalls brachte diese Methode eine Heilung ohne Ausfälle.
Wichtig: die Teilwasserwechsel müssen durchgeführt werden, um die Fische beim Nachdosieren nicht zu vergiften; das Absaugen des Bodengrundes reduziert die Zahl der abgefallenen Cysten (aus denen sich die infektiösen Schwärmer entwickeln) und die Filterreinigung verhindert, dass durch Mulm die Wirkung der Medikamente verschlechtert wird. Angeraten ist in den Folgetagen eine Überwachung des Nitrit-Gehaltes.
Bitte übernehmt diese Methode nicht unreflektiert, sondern weicht auf alternative Methoden aus - UVC Wasserklärer und Quarantänebecken sollten genügen, um die Fische zu heilen.

Ichthyophthirius multifiliis (Weisspünktchenkrankheit) bei Schwertträgern

Die folgenden Bilder zeigen die Parasiten Ichthyophthirius und Chilodonella in verschiedenen Entwicklungsstadien. Einige Bilder sind für mich noch rätselhaft, und ich werde versuchen, durch Literaturstudium und Nachfrage bei Fachleuten Erklärungsversuche einzuholen.

Am 10.01.06 nahm von einem Fisch, der bereits deutliche Pünktchen zeigte, einen Hautabstrich und betrachtete das Entwicklungs-Stadium des Parasiten unter dem Mikroskop. Zu meiner Enttäuschung fand ich keinen 'typischen' Ichthyo-Parasiten mit klassischem hufeisenförmigem Makronucleus-Kern, dafür seltsame Einzeller mit grossen Vakuolen, deren Zuordnung mir ordentlich Kopfzerbrechen bereitete. Auch ein zweiter Abstrich nach einigen Stunden brachten keinen Ichthyo-Klassiker zutage. Wie erwähnt - nach drei Tagen Behandlung waren die Vakuolen-Viecher verschwunden, und anstelle dessen klassische Ichthyo-Erreger vorhanden. Ich dachte erst an ein Vorstadium von I. multifiliis, allerdings gab es dafür keine Anhaltspunkte in meiner Literatur und im Internet, mit dem ich diesen Gedanken verifizieren konnte. Der nächste Weg beschreitet also das Ausschlussverfahren, was es nicht sein kann. Mühsam, fehleranfällig und langwierig. Das Bildmaterial ist nicht das beste, nachträglich gesehen könnte mans natürlich immer besser machen.
Eine Anfrage beim Wiener Vet.-med. Institut erbrachte, dass es sich bei der Bildserie 1-9 um 'jugendliche Vorstadien' des Ichthyo-Erregers handeln soll, also auf dem Fisch weiterentwickelte Schwärmer.

Teilungsprodukt von Chilodonella?

Ichthyo-Erreger gefunden auf Heros severus auf dem Zählraster

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Bildserie mit 100 bis 200-facher Vergrösserung
1-6: Wer bist du? Tetrahymena sp., ein Ciliat, weist ebenfalls grosse Nahrungsvakuolen auf. Einzig die Gestalt der beobachteten Einzeller lässt keinen derartigen Rückschluss zu, auch der Zellkern ist bei Tetrahymena anders ausgeführt. Interessant der querliegende Makronucleus - Nach Amlacher aber in einem frühen Entwicklungsstadium von Ichthyophthirius möglich.

7-8: Eine Begegnung der 'dritten Art' unter dem Deckglas - oder doch keine Täuschung, und es erfolgt eine Abspaltung oder Teilung?
9: Eines dieser Abspaltungsprodukte, das sich selbständig in einer Kreisbewegung dreht. Der Vorgang konnte mit der Mikroskopkamera festgehalten werden. Man sieht neben dem neu entstehenden 'Etwas' bereits ein kleineres, anderes Parasitenstadium >> Video 3,6 MB

Der neu und so verblüffend rasch entstandene Parasit ist bewimpert und bewegt sich in diesem Entwicklungsstadium rasch kreisförmig, wie auf dem Video (2 MB, 400-fache Vergrösserung) zu sehen ist >> Video
Also Chilodonella, was auf der Serie 1-9 zu sehen ist? Childodonella kann sich durch Teilung vermehren. Die Grösse passt nicht so recht (Chilodonella soll ca. 60 µm gross werden), immerhin hinterliess der Erreger deutlich sichtbare weisse Pünktchen.

10: Klassischer Ichthyo-Erreger in einem anderen Entwicklungsstadium (Reifestadium) von Heros severus zum Vergleich auf dem 1 mm Zählraster

(Methode: Hellfelduntersuchung; Vergrösserung: 1-6 100-fach, 7-8 200-fach, 9 400-fach, 10 100-fach)

Am 12.01.06 wurde ein weiterer Abstrich genommen und unter dem Mikroskop betrachtet. Die ursprünglich beobachteten Parasiten waren völlig verschwunden, und Ichthyophthirius zeigte sein klassisches Aussehen und seinen typischen hufeisenförmigen Zellkern (Makronucleus).

Der reife Parasit mit vielen aussenliegenden Bläschen; charakteristisch der hufeisenförmige Kern

Der reife Parasit mit vielen aussenliegenden 'Bläschen', die sich erst bei einer Kontrastverstärkung zeigen; durch das Gewicht des Deckglases herausgedrückte Vakuolen; rechts unten kann man erkennen, wie der Parasit zu 'platzen' beginnt und ausläuft; Vergrösserung 200-fach

Parasit im Reifestadium (Trophont), Färbung mit Methylenblau

Der Parasit im Reifestadium (Trophont) mit typischem hufeisenförmigem Zellkern; Färbung mit Methylenblau; Vergrösserung 200-fach

Makronucleus des reifen Trophonten von Ichthyophthirius multifiliis

Makronucleus des reifen Trophonten; Färbung mit Methylenblau; Vergrösserung 400-fach

Als 'Begleitparasit' wurde neben dem Ichthyophthirius auf dem Schwertträger beim ersten Abstrich Chilodonella sp. festgestellt, das nach den ersten Anwendungen des malachitgrünhältigen Medikamentes sehr gut bekämpft wurde und beim zweiten Abstrich nicht mehr nachweisbar war:

Chilodonella sp.

200-fache Vergrösserung von Chilodonella sp.; die typische Längsbereihung mit Cilien ist nicht immer gut zu erkennen; dafür sieht man auf diesem Bild, warum der Parasit den deutschen Namen 'Herzförmiger Hauttrüber' erhalten hat: eine Einschnürung erzeugt die typische Herzform.

Chilodonella 1000-fach unter dem Mikroskop

1000-fache Vergrösserung von Chilodonella sp.

Childonella 400 fach

400-fache Vergrösserung von Chilodonella sp.




Kreisbewegung eines Ichthyophthirius multifiliis Parasiten bei 400-facher Vergrösserung, schön wie ein Planet anzuschauen (1,5 MB 21 sec.)

Grössenvergleich des Chilodonella sp. -Parasiten unter dem Zählraster, der dem Deckglas aufgelegt wurde, bei 100-facher Vergrösserung (1,4 MB 19 sec.)

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Ein anderes Video zeigt einen massiven Befall bei Heros severus mit Ichthyo-Parasiten in allen Grössenstadien (Vergrösserung 100-fach, 3,9 MB). Typisch: auch Jugendstadien des Erregers weisen ihren hufeisenförmigen Zellkern auf. Die Parasiten sind durch Nahrung (Zellbestandteile des Fisches) dunkel gefärbt.

Der komplette Ichthyo-Parasit des Schwertträgers vorliegend als Reifestadium im Überblick bei 200-facher Vergrösserung (1,5 MB 21 sec.)

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Weiterführende Links zum Thema Ichthyophthirius 
Zierfischforum-Wiki
www.aquamax.de
Behandlung von Ichthyo
Ichthyo-FAQ von Tobias Möser
Ichthyo ohne Salz behandeln
FishVet Fish Disease
Uni Würzburg
Health Management of Native Freshwater Fish

Allgemeine Links zum Thema Krankheitserreger und Mikroskopie 

Health Management of Native Freshwater Fish
FAO United Nations: The significance and principles of fish disease control in China
Uni Würzburg
Abwassertierchen und mehr (Popupblocker deaktivieren!)
Orzeski wystepujace w osadzie czynnym
Protozoa parasitica
Mikroskop-Videos bekannter Fischparasiten
Ein paar interessante Mikroskop-Videos
http://edis.ifas.ufl.edu/FA041 
The Parasitology of Teleosts (PDF, ca. 620 KB) 
Merck Veterinary Manual
Koi Fish Parasites
Diagnosepfad Fischkrankheiten - Hautparasiten (englisch)
FAO United Nations: Parasites, infections and diseases of fishes in Africa
zfin.org - Zebrafish International Resource Center (lange Ladezeit)
Piscoodinium pillulare (PDF, ca. 240 KB), englisch
 

Literatur:
Dieter Untergasser: Krankheiten der Aquarienfische. Franck-Kosmos 1989, Stuttgart
Barron Benno ter Höfte, Peter Arend: Gesund wie der Fisch im Wasser. Tetra Verlag 2001, Bissendorf
Roland Bauer: Erkrankungen der Aquarienfische. Paul Parey 1991, Berlin und Hamburg
Chris Andrews, Adrian Exell, Neville Carrington: Fischkrankheiten vorbeugen, erkennen, behandeln. Ulmer-Verlag 2002, Stuttgart
H.-H. Reichenbach-Klinke: Krankheiten der Aquarienfische. Alfred Kernen Verlag Stuttgart 1957, Stuttgart
Erwin Amlacher: Taschenbuch der Fischkrankheiten. Gustav Fischer Verlag Jena 1992, Stuttgart
Heinz Streble, Dieter Krauter: Das Leben im Wassertropfen. Mikroflora und Mikrofauna des Süßwassers. Franck-Kosmos Verlag 2002, 9. Auflage, Stuttgart

© Text, Bilder: Jürgen Haberstroh. Anmerkung: die Therapie wurde in einem Zoo-Fachgeschäft in der Verkaufsanlage durchgeführt.

Verwendetes Mikroskop: micros Modell MCX100A
micros MCX100A


Der Text ist in Bearbeitung. Anmerkungen und Anregungen bzw. Korrekturen kannst du mir an infoÄTzierfischforum.at zukommen lassen. Besonders hinsichtlich der Bildserie 1-9 würde ich noch Hilfe benötigen, um welches (Vor-)Stadium bei welchem Parasiten es sich handeln könnte.
Zuletzt bearbeitet: 15.03.2006

Diesen Beitrag im Forum diskutieren: http://www.zierfischforum.at



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