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Eine Polyester-Aquarienrückwand

Von Henry Voet


Da ich nicht gern auf die Rückscheibe des Aquariums schaute und die im Zoohandel erhältlichen Rückwände nicht sonderlich dekorativ fand, bastelte ich selbst Wände aus Styropor, die ich mit Farbe für Wandtafeln und beigemischtem Lehm einfärbte. Da mich das aber auch nicht zufrieden stellte, verwendete ich später Wände aus Polyester mit beigemischtem Sand oder mit Lehm und noch später solche aus Styropor, Compaktuna®, Polyester, Sand oder Lehm. Da jeder dieser drei Typen Vor- und Nachteile hat, schildere ich hier einfach, wie ich sie anfertigte. Dann können Sie entscheiden, welche Variante Ihnen am besten gefällt oder am ehesten Ihren Bedürfnissen entspricht.

Der eigentliche Erfinder der Polyesterwand ist, soweit ich weiß, mein Freund Dolf Briers. Er beschrieb auf einer Versammlung der Meerwasserabteilung unseres M. A. K. (Mechelse Aquarium Klub, Belgien), wie er eine solche Rückwand mit Hilfe eines im Autozubehörhandel erhältlichen Reparaturpaketes, das zum Abdichten von Löchern in der Karosserie dient, hergestellt hatte.
Das Set enthielt ein Stück Glasfasermatte, eine entsprechende Menge Polyester und Härter. Dieses Material reichte aus, um eine Rückwand von einem Meter Länge zu bauen. Aber es ist gar nicht erforderlich, das gesamte Paket zu kaufen, da das benötigte Material auch als Meter- und Literware erhältlich ist.

Arbeitsschritte 1 bis 2 1 = Pfropfen aus Zeitungspapier, mit Heftklammern oder Leim befestigt

2 = der Spanplattenrahmen oder das Aquarium im Bau, noch ohne Vorderscheibe






Zuerst fertigte Briers mit einer Spanplatte Kopien des Aquarienbodens, der -rückwand und der beiden -seitenwände an, die den Innenabmessungen des Beckens entsprachen. Mit Heftklammern und Nägeln befestigte er Zeitungspapierpfropfen an den Spanplattenbrettern, so dass das beabsichtigte Relief grob nachgebildet wurde. Darüber nietete er Plastiklappen, um zu verhindern, dass Polyester und Papier sich berühren konnten.

Die Glasfasermatte war kreuzweise gewebt, ziemlich dick und demzufolge sehr unelastisch. Ohne zerschnitten zu werden, wurde sie so gut wie möglich über das Relief gelegt, am oberen Rand festgeklebt und mittels Bürste mit Polyester bestrichen. Nach dieser Behandlung klebte die Matte am Plastik und folgte dem Relief schon etwas besser. Es ist sehr wichtig, vorher die Gebrauchsanleitung zu lesen, denn die Geschwindigkeit der Verhärtung hängt ab von der beigemischten Menge Härter. Außerdem sollte die Temperatur wenigstens 18 °C betragen.

Weil das Harz ziemlich schnell aushärtet, kann man die ganze Matte nicht auf einmal bearbeiten. Es empfiehlt sich deshalb, kleinere Mengen Harz und Härter zu mischen und die Matte Stück für Stück zu bestreichen. Es ist wichtig, den Arbeitsraum gut zu belüften, um dem Einatmen schädlicher Dämpfe vorzubeugen. Arbeitet man in der Wohnung, sollte man einen Mund- und Nasenschutz verwenden. Als Appartementbewohner habe ich später meine Wände im Freien auf der Terrasse gebastelt, denn ich wollte auch meinen Nachbarn den üblen Geruch ersparen.

Schritt 3 bis 4 3 = Mehrere Plastiklappen, dachziegelartig geordnet, folgen dem Relief besser als ein einziger Lappen

4 = Heftklammern





Als die erste Schicht ausgehärtet war, mischte mein Freund dem Polyester für die zweite Schicht sehr feinen weißen Sand bei. Jedesmal, wenn ein Stückchen Wand bestrichen war, bestreute er es mit einer dicken Schicht Sand und drückte sie mit der Hand noch fester an. Auf diese Weise bekam er eine nicht glänzende Oberfläche, weil die Sandkörner darin kleben blieben. Nach Abschütteln und leichtem Abbürsten mit einer weichen Bürste wiederholte er diese Arbeit, bis die erwünschte Deckung und Schichtdicke erreicht war. Wenn das erledigt ist, kann man die Wand aus dem Rahmen heben und die an der Unterseite klebenden Plastiklappen einfach abziehen. Anschließend kann man die fertige Wand mit Silikon im Aquarium auf die trockene Scheibe kleben.

Als ich nach den Anweisungen meines Freundes solche Wände für ein selbst zu klebendes Vollglasaquarium baute, wartete ich mit dem Einkleben der Vorderscheibe so lange, bis die Wände fertig waren. Ich benötigte also keinen Rahmen, sondern klebte die Pfropfen Zeitungspapier an die Glasscheiben und fertigte die Wand direkt im Aquarium an.

Arbeitsschritte zum Herstellen der Rückwand 5 = Überlauf, mit einem Gitter abgedeckt

6 = Löcher an versteckten Stellen

7 = Pumpe mit Vorfilter

8 = Heizung





Diese Wand ziert heute, nach 20 Jahren, noch immer mein Ein-Meter-Meeresaquarium und ist nach wie vor sehr solide. Ein Nachteil der verwendeten Glasfasermatte war ihre Unbiegsamkeit, so dass man nicht jedes Relief genau ausformen konnte. Dadurch sah das Ergebnis etwas "vorhangähnlich" aus, was die meisten der doch sehr territorialen Fische aber schätzten, da sie in den Buchten dieser "Vorhänge" ideale Versteckplätze fanden. Als wir herausfanden, dass es eine dünnhäutige Glasfasermatte gibt, die man tatsächlich als "Haut" bezeichnen kann, ließen sich die geschilderten Schwierigkeiten umgehen, da es nun möglich war, Läppchen von 15 x 15 Zentimeter Größe zu schneiden.

Ein solches Läppchen legt man auf das mit Plastik verkleidete Relief und schmiert es mit Polyester ein. Weil die Fasern der hautdünnen Läppchen nicht kreuzweise gewebt, jedoch so geordnet sind, dass sie in alle Richtungen verlaufen, passen sie sich dem Relief ganz genau an. Sie werden dachziegelartig übereinander gelegt, bis die ganze Wand bedeckt ist. Damit die genügend stark wird, klebt man am besten drei Lagen übereinander. Mit der dicken Matte gelingt die Dachziegelmethode nicht.

Polyester-Lappen 9 = So werden Glasfaserläppchen dachziegelartig verlegt.
Diese Methode eignet sich auch sehr gut für Paludarien, wie unten dargestellt.

Zeichnungen: O Gehring (nach Vorlagen des Verfassers)














Ein Nachteil der zweite Methode besteht darin, dass sich hinter der Wand eine stagnierende Menge Wasser befindet. Deswegen bohrte ich an versteckten Stellen Löcher und einen Überlauf. Um zu verhindern, dass Fische an diesen Stellen hinter die Wand gelangen, versah ich die Löcher und den Überlauf mit einem Gitter. Außerdem ließ sich hinter der Wand Raum für eine Pumpe mit Vorfilter schaffen. Die Pumpe fördert das Wasser durch ein Röhrchen in das Aquarium. Bis heute funktioniert das ausgezeichnet. Dennoch gelang es einigen Tieren, hinter die Wand zu kommen. Eine Seeanemone beispielsweise nutzte eine Spalte unter der Wand, obwohl die durch Sand verdeckt war. Am besten dichtet man alle Spalten mit Silikon und lässt die Wand oben spaltlos an die Deckscheibe anschließen, denn es ist nicht eben einfach, Tiere, die sich dahinter verirrt haben, wieder zu befreien.

In einem Paludarium, das sicher 15 Jahre lang in meinem Klassenzimmer stand, hatte ich ein Ufer mit Hilfe der Dachziegelmethode nachgeahmt. Als es fertig war, wurde es mit einer Beimischung von Lehmpulver gefärbt, und es sah fabelhaft echt aus. Während der letzten Jahre entstanden durch Einschrumpfen hier und da Spalten, die mit Silikon abgedichtet wurden. Schließlich musste die Wand aber doch abgerissen werden, weil sie zerbrechlich wurde.


Getönte Styroporwände
Bevor ich anfing, Rückwände aus Polyester anzufertigen, baute ich sie aus Styropor, wie in meinem Beitrag über das Strömungsaquarium gezeigt. Sie wurden stets mit giftfreier Wandtafelfarbe getönt. Dabei wurde das Styropor nicht auf einmal ganz gestrichen, sondern immer nur ein kleines Stück der Oberfläche. Während der Anstrich noch feucht war, wurde die Farbe mit Lehmpulver oder Sand bestreut. Dabei konnte man die Tiefenwirkung in der Wand verstärken, indem man an bestimmten Stellen nur wenig streute, so dass die Färbung durch die Abdeckung hindurch schimmerte, während sie an anderen Stellen gar nicht mehr zu sehen war. Das sah gut aus, weil das Ganze unter Wasser noch etwas dunkler wirkt als im trockenen Zustand. Die Wände waren ausgesprochen dauerhaft, und in meinen Aufzuchtbecken verwende ich noch immer Teile davon.

Außerdem kann man Javamoos (Vesicularia dubyana), Javafarn.(Microsorum pteropus) oder Anubias mit Krampen auf dem Styropor befestigen. Von den Anubias-Arten ist vor allem Anubias barteri var. nana geeignet. Diese Pflanze wächst bei guter Beleuchtung ziemlich schnell und beständig nach oben und wirkt sehr dekorativ, wenn sie mit Javamoos kombiniert wird. Allerdings muss man das Moos regelmäßig lichten. Auf diese Weise bekommt man prächtig bewachsene Wände, denn die Pflanzen lieben meiner Erfahrung nach solche Styroporwände. Man kann den natürlichen Anblick erhöhen, indem man etwa wurzelähnliche Moorkienholzstückchen zwischen den Pflanzen verarbeitet. Es ist nicht empfehlenswert, größere Holzstücke fest zu leimen, da es dann sehr schwierig wird, Fische aus dem Aquarium zu fangen.
Styroporwände kann man auch mit Acrylfarbe, wie Künstler sie verwenden, färben, denn die sind giftfrei und, wenn sie getrocknet sind, vollkommen wasserfest. Man kann diese Farbe aber nicht benutzen, um Lehmpulver oder Sand auf die Wand zu kleben. Auch für Meerwasser ist sie nicht geeignet.
Van den Nieuwenhuizen erzählte mir, dass er ebenfalls Acrylfarbe verwendet hat und es möglich ist, damit sehr schöne natürliche Effekte zu erzielen, wenn man beim Anstreichen bestimmte Farben mischt. Weiß man vorher, wie man das Aquarium einrichten will, lässt sich mit solchen Farbeffekten die Tiefenwirkung noch verstärken.

Steinhartes Styropor
Beim Herstellen einer Polyesterwand in der Meeresabteilung unseres Vereins erzählte einer der Anwesenden, wie er einen Weg gefunden hatte, um mit Hilfe von Compaktuna, Sand und Polyester eine Styroporwand zu bauen, die derart hart war, dass seine Drückerfische nicht ein Stückchen herausbeißen konnten. Wer diese Fische kennt, weiß, dass das bemerkenswert ist. Ob das auch für Papageifische gilt, weiß ich nicht, denn ich habe beim Tauchen oft gesehen, wie die mit einem sehr kräftigen Biss ganze Korallenstücke abreißen können.
Ob eine Rückwand solchen Bissen standhält, hängt wahrscheinlich auch davon ab, wie viele Schichten Polyester verwendet wurden und wie dick die Wand ist. In Süßwasseraquarien, in denen größere Harnischwelse gepflegt werden, gibt es ja ähnliche Probleme. Manche Welse sind in der Lage, mit ihren kräftigen Zähnen Styroporwände anzufressen, wobei wir nicht wissen, ob sie dabei auch Schadstoffe aufnehmen.
Das Mitglied erzählte übrigens, dass sich herausgestellt hat, dass Styropor durch Polyester aufgelöst wird. Diese Beobachtung hatte auch ich bei der Verwendung von Farbe für Wandtafeln gemacht. In meinem Fall fraß die Farbe sich nur wenige Millimeter in das Styropor, da der Prozess durch deren schnelles Trocknen automatisch stoppte. Wie tief sich Polyester in Styropor hineinfrisst, hatte ich aber nicht ausprobiert.
Der Freund, der sich diese Methode ausgedacht hatte, erzählte, dass er, um das Problem zu lösen, nach einem Stoff suchte, den er als Zwischenschicht benutzen konnte.Dabei stieß, er auf Compaktuna (Datz 55 [11], Seite 29, oben links, die rote Plastikdose in dem Bild). Die Büchse enthält ein Produkt, das eigentlich dazu dient, Zement undurchlässig für Wasser zu machen. In Deutschland gibt es bestimmt etwas Ähnliches. Er zeigte uns ein Stück Styropor, das er auf beiden Seiten zuerst mit einer Mischung aus Sand und Compaktuna und danach mit Polyester behandelt hatte, und forderte uns auf, es zu zerbrechen. Es gelang uns nicht, weder mit den Händen noch mit den Füßen. Sogar als wir uns darauf stellten, gab es nicht nach!

Herstellung und Erfahrungen
Da man nicht jeden Tag eine Aquarienrückwand anfertigen will, war der Bau des Strömungsaquariums für das Jubiläum unserer Verbandsausstellung in Antwerpen die erste Gelegenheit, um das Produkt zu erproben. Ich wollte für dieses Becken eine möglichst naturgetreue Uferwand herstellen.

Meine ersten Wände aus Styropor fertigte ich mit einem gezähnten Brotmesser. Damit führte ich abschüssige Einschnitte aus, die ich dann herausbrach, indem ich sie mit dem Messer frei rüttelte. Mich erinnerte das Ergebnis an schichtweise aufgebaute Felsen, die von einem Wasserlauf durchbrochen wurden. Aber seitdem ich jährlich mit meinen Freunden vom Tauchverein schnorchelnd mit der Strömung Teile der Lesse oder der Ourthe (zwei schnell fließende Flüsse in den belgischen Ardennen) abschwimme, weiß ich, dass das nur teilweise stimmt. Zwar sieht man in Steinbrüchen wie in schichtweisen Wänden die Steinränder scharf, aber unter Wasser sind alle Kanten rund geschliffen. Nur dort, wo es einen frischen Bruch gibt, sind die Winkel und Ränder scharfkantig.
Um in Styropor eine schichtweise aufgebaute Felswand mit abgerundeten Ecken nachzuahmen, verwendet man am besten einen Brenner, der normalerweise dazu benutzt wird, um alte Farbschichten zu entfernen (Datz 55 [11], Seite 28, oben rechts). Damit kann man sehr einfach Kanten in Styropor abrunden und Rinnen herausschmelzen. Ich rate aber dazu, das Arbeiten mit einem solchen Gerät erst einmal zu üben, am besten auf einem Stück Styropor, das man nicht mehr braucht! Wie das Ergebnis schließlich aussieht, hängt von Ihrem Talent und Ihrer Bildhauerkunst ab.
Ich schuf für das Strömungsaquarium eine abgeschliffene Felswand mit einem scharfen Stück darin, das einem frischen Bruch in einer Felsenschicht ähnelte.
Dem Bildhauen folgt die Malerkunst. Normalerweise beschränkt sie sich bei mir darauf, dass ich trockene Lehmklumpen und Holzkohle pulverisiere und anschließend pur oder gemischt verwende. Diesmal verfügte ich aber nicht über Lehm und verwendete stattdessen Sand mit einer prächtigen Rostfarbe, von dem ich einen Sack in einem Baustoffhandel entdeckt hatte.
Lehm bevorzuge ich wegen der angenehmen Farbe und der feinen Struktur. Sand geht natürlich auch, aber ich meine, dass es schöner ist, die Körnchen nicht zu sehen. Ein Töpfchen Sand wie auf dem Bild in Datz 55 (11), Seite 29, oben rechts, vermischte ich mit Wasser und Compaktuna. Dabei gab es aber ein Problem, denn der Erfinder hatte keine Dosierung erwähnt, und ich hatte keine Gebrauchsanweisung. Also fügte ich nach Gefühl etwa drei Esslöffel Compaktuna hinzu, bis ich einen schlammartigen Brei hatte. Den schmierte ich mit einer Bürste dick auf die Wand, wobei ich zugleich unerwünschte Spalten schloss. Nach dem Trocknen lag eine steinharte Rinde auf dem Styropor.
Bei dieser Arbeit stellte sich heraus, dass eine genaue Dosierung nicht so wichtig ist.
Aber man sollte darauf achten, dass die Mischung ständig umgerührt wird, damit sie nicht zusammenpappt. Reicht die Deckschicht irgendwo nicht aus oder will man das Relief betonen, indem man die Unterseite der Vorsprünge dunkler färbt, ist es möglich, eine zweite Schicht, der ein wenig Holzkohlenpulver beigemengt ist, aufzutragen. Außerdem kann man die Steine mit dem Brei einstreichen, damit sie dieselbe Farbe und Struktur annehmen wie die Wand und es so aussieht, als ob sie davon abgebrochen sind. Ich war richtig begeistert, als das Ergebnis so aussah wie auf dem Bild (Datz 55 [11], Seite 29, oben links).

Eigentlich wollte ich eine Schicht Polyester darüber streichen und Sand einstreuen, damit die Wand nicht glänzte. Da die schon aufgetragene Schicht wirklich sehr hart war, entschloss ich mich erst einmal zu einem Test mit einer kleinen Wand ohne Polyesterabdeckung in einem Zuchtbecken. Die Mischung von Compaktuna und Sand blieb unter Wasser nicht hart, wurde vielmehr gummiartig, löste sich aber dennoch nicht von der Wand. Als sie gut gewässert und das Wasser einmal gewechselt worden war, setzte ich einen Guppy in das Becken. Offensichtlich gab es keine toxischen Stoffe, und auch die Pflanzen blieben gesund. Deshalb benutzte ich die Wandauf der Verbandsausstellung ohne Polyesterschicht (Datz 55 [11], Seite 29, oben rechts) und ein Jahr später auf unserer Vereinsausstellung, ohne dass es Probleme gab.
Danach baute ich jedoch eine Wand für mein neues Wohnzimmeraquarium ohne Verwendung von Polyester. Ein Jahr später lichtete ich die darauf sehr üppig wachsenden Anubias und entdeckte zu meinem Erstaunen, dass die Compaktuna-Schicht fast völlig verschwunden war. In diesem Aquarium leben ziemlich viele Schnecken, die ich sehr nützlich finde und nie entferne. Sie habe ich im Verdacht, dass sie Compaktuna als Leckerbissen betrachten. Da die Wand jedoch durch die Bepflanzung kaum zu sehen ist, lasse ich sie so bis zur nächsten Neueinrichtung des Aquariums und werde sie dann mit einer Polyesterschicht erneut abdecken. Künftig werde ich auf eine solche Abdeckung nicht mehr verzichten, vor allem in Meeresaquarien.

Zum Schluss noch ein Tipp: Sorgen Sie für eine gute Befestigung Ihrer Styroporrückwand, denn die hat einen nicht zu unterschätzenden Auftrieb! Dazu kleben Sie einen Glasstreifen oben auf die Aquarienscheiben und klemmen die Rückwand zwischen Streifen und Boden. Viel Erfolg!


© Beitrag aus der Datz 8/2004, mit freundlicher Genehmigung des Autors, der Datz und des Ulmer-Verlages

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