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Blei, Cadmium, Nickel, Kupfer: Schwermetalle im Trinkwasser
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Jürgen
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BeitragBeitrag #1 vom 27.09.2004 - 12:52  Titel: Idee Blei, Cadmium, Nickel, Kupfer: Schwermetalle im Trinkwasser

Hallo,

Die Arbeiterkammer Wien hat bei einer Untersuchung von neuen Wasserhähnen ein erstaunliches Ergebnis geliefert:
Ein Test von 13 Küchen- und Badezimmerarmaturen hat gezeigt, dass mit lediglich einer Ausnahme Blei im Wasser nachgewiesen wurde, wenn das Wasser 24 Stunden unbewegt in der Armatur stand.

Kinder könnten so bis zur doppelten Menge des empfohlenen Richtwertes Blei aufnehmen.
Nachdem diese Thematik auch bei der Pflege von Saugwelsen und Garnelen von Bedeutung ist, setz ich mal einen Link zu der entsprechenden Studie rein.

Abhilfe gegen die Schwermetalle: Wasser vor der Verwendung beim Teilwasserwechsel mindestens 3 Minuten laufen lassen! Selbst dann wäre die Verwendung eines Wasseraufbereiters, v.a. bei neuen Armaturen, angebracht, um die Schwermetalle sicher zu binden.

Text:
Dass Wiener Altbau-Haushalte ein Problem mit erhöhtem Bleigehalt im Trinkwasser durch die alten Blei-Wasserleitungen haben könnten, ist bekannt. Aber dass auch moderne Armaturen Blei oder andere Schwermetalle wie Cadmium, Nickel oder Kupfer ans Wasser abgeben können, ist Konsumenten bisher unbekannt.

Die AK hat daher 13 Badezimmer- und Küchenarmaturen in Wiener Baumärkten eingekauft, die von knapp 10 bis rund 75 Euro kosteten. Die Untersuchung führte im Juni das Labor des Vereins für Konsumenteninformation in Wien durch. Die Armaturen wurden mit destilliertem Wasser aufgefüllt und der Schwermetallgehalt im Wasser nach 24 und 72 Stunden bestimmt.

Nach der Trinkwasserverordnung dürfen derzeit im Wochendurchschnitt maximal 25 Mikrogramm Blei pro Liter Trinkwasser enthalten sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt sogar einen Wert von 10 Mikrogramm je Liter, der auch ab 2013 gelten wird. Für Nickel gilt ein Höchstwert von 20 Mikrogramm je Liter, für Cadmium 5 Mikrogramm und für Kupfer maximal 2.000 Mikrogramm pro Liter.
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Mehr zur Erhebung (PDF-Datei): * Einloggen, um Links zu sehen

Lg
Jürgen



Danni
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BeitragBeitrag #2 vom 27.09.2004 - 13:26  Titel:  

Hallöchen!
Just vorige Woche habe ich im Bad eine neue Armatur bekommen inklusive
Extra-Wasserhahn für den Wasserschlauch für das Aquarium. vielen Dank
für die Infos - gibt es für mich eine Möglichkeit, so eine Belastung
selber zu testen?
MfG
Danni
xam
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BeitragBeitrag #3 vom 27.09.2004 - 13:44  Titel:  

Danni meint:
gibt es für mich eine Möglichkeit, so eine Belastung
selber zu testen?


Spurenanalytik für den Haushalt sozusagen? Davon würde ich abraten. Das wird entweder ziemlich teuer oder unzuverlässig.
Aber kennst du das schon?* Einloggen, um Links zu sehen

Ist vielleicht auch für andere interessant, die's genauer wissen wollen, und nicht mal so teuer.

Gruß,
Markus

Nachtrag: ich finde übrigens, die Konzentrationen und Mengen, um die es geht, sind vernachlässigbar. Unter normalen Umständen kann ich darin keine Gefahr für Mann und Maus^WFisch erkennen.
ManniAT
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BeitragBeitrag #4 vom 27.09.2004 - 16:45  Titel:  

Hallo Markus,

wir sind uns schon wieder einig? Lachen

Ich nehme auch keine Wasseraufbereiter, ausser evtl. zum "Kiemenschutz", also beim Transport / Einsetzen.

Ich halte die Mengen auch für vernachlässigbar.
ABER:
Ich mache genau das was Jürgen vorgeschlagen hat - RINNEN LASSEN!!

Und ich mach die WWs erst nach Mittag. Das liegt zwar primär an meinem "Lebenswandel" ist aber u.U auch ein Tip!

Wenn man in "grossen Häusern" wohnt, dann hat man als Frühaufsteher die beste Gelegenheit das Wasser, das über Nacht in den Leitungen gestanden hat zu erwischen.
Bei einem "fesch großen" Haus - helfen die 10 Minuten auch nichts!

Wartet man hingegen bis "der Rest des Hauses" die rituellen Morgenwaschungen hinter sich hat, liegt nach den paar Minuten "vorlaufen lassen" zwecks der eigenen Wasserinstallation, auch frisches Wasser vor!

Ich gehe zwar davon aus, dass in moderene Installtionen kaum mehr "böse" Sache aus der Leitung kommen, aber wenn es so einfach ist was gegen diese Wahrscheinlichkeit zu machen - tu ich's!

@Jürgen: danke für die Inof!
@Markus: der Link auf den "Wassertest" ist super!!

lg

Manfred
ManniAT
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BeitragBeitrag #5 vom 27.09.2004 - 16:53  Titel:  

Hallo Leute,

eine Frage in dem Kontext!!
Wie ist es eigentlich mit Aluminium im Wasser?

Im Sommer kam da mal die Frage auf, wegen selbstgebauter Kühlungen.
Das man dafür kein Kupfer einsetzt ist klar; was ist aber mit den beliebten Kühlkörpern, die ja aus Alu bestehen??

Löst sich das Alu, wenn wir mal annehmen, dass ich es als Wärmetauscher in den Wasserkreislauf bringe?

Schadet das den Fischen / Wirbellosen?

Ich bin da skeptisch, weil Auqamedic z.B. Titan in dem Bereich einsetzt!
Und sicher nicht, weil es billiger als Alu ist!

lg

Manfred
Jürgen
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BeitragBeitrag #6 vom 27.09.2004 - 17:46  Titel:  

Hallo,

soviel ich weiss darf bei Meerwasser-Aquarium überhaupt kein Aluminium verwendet werden. Oxidiertes Alu (im Zusammenhang mit Salzwasser) ist anscheinend hochgiftig für Wirbellose.
Im Süsswasser habe ich da überhaupt keine Erfahrungswerte.

Lg
Jürgen
shary
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BeitragBeitrag #7 vom 27.09.2004 - 17:47  Titel:  

hi
ich hab über diesen bericht in einem diskussionsforum gelesen, dass die werte nur für fabriksneue armaturen gelten... wenn die teile ein zeiterl in betrieb sind, soll kein blei mehr abgegeben werden... weiss blos leider nicht mehr, wo genau das war und kann auch nix über den wahrheitsgehalt dieser info sagen... darin wurde auch diskutiert wie aussagekräftig eine standzeit von 24 std ist... üblich sind in regelmäßig bewohnten haushalten ja standzeiten von 8-12 std... aber zumindest bei neuen armaturen oder wenn man mal ein paar tage nicht da war ist ein paar min wasser laufen lassen sicher eine gute idee
lg shary
ManniAT
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BeitragBeitrag #8 vom 27.09.2004 - 18:30  Titel:  

Halloooooo,

also auch der Jürgen hat noch nichts gehört!
Das will ja was heissen!! Kranke Fische sind doch schlechthin sein "Steckenpferd".

Beim Menschen ist das Zeug nicht unbedenklich
Text:
However, high exposure to environmental chemicals ........inorganic iron, aluminium and carbon monoxide can induce an early onset of Parkinson-like symptoms.

aber bei Süßwasserfischen......

Irgendwie findet man da keinerlei Infos.
Na ja, vielleicht findet doch noch wer was raus!

lg

Manfred
xam
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BeitragBeitrag #9 vom 27.09.2004 - 19:05  Titel:  

ManniAT meint:

eine Frage in dem Kontext!!
Wie ist es eigentlich mit Aluminium im Wasser?


Puuuh, ja, äh, das ist so eine Sache mit dem Aluminium... *kopfkratz*

Kationisch wirst das Aluminium in neutralem Wasser nicht so locker flockig in Lösung kriegen. Aluminium reagiert recht fröhlich mit Wasser zu Aluminiumhydroxid (vgl. Passivierung von Aluminiumoberflächen). Aluminiumhydroxid ist nicht so besonders wasserlöslich... sonst würden sich unsere passivierten Alubauteile im Regen alle ziemlich schnell auflösen. Also eigentlich ist es so gut wie gar nicht wasserlöslich. Im Basischen löst sich Aluminiumhydroxid als Aluminat-Anion [Al(OH)3]- Im Sauren kriegt man das Hydroxid auch irgendwie klein

* Einloggen, um Links zu sehen (lesenswerte Seite, so man sich für Al-Geochemie interessiert)
schreibt:

"Die mittleren Gehalte an Aluminium im Meerwasser variieren zwischen 0,013 und 0,97 µg/l bei einer mittleren Verweildauer von 150 Jahren.
In Süßwässern treten im neutralen pH-Bereich in der Regel Gehalte von Hundertstel bis wenige Zehntel mg/l auf. Höhere Gehalte treten in Wässern mit niedrigen und hohen pH-Werten auf. Problematisch sind die niedrigen pH-Werte in oberirdischen Gewässern, die ihren Zulauf aus granitischen Gebieten erhalten und deren hohe Aluminiumgehalte die Fischpopulation schwer schädigen können (STUMM & RIGHETTI, 1982)."

Jetzt frage ich ich, was die unter niedrigen pH-Werten verstehen. Größere Schäden an Alubauteilen durch sauren Regen habe ich jedenfalls noch nirgends beobachtet, und saurer Regen (oder Regen im Allgemeinen) ist für aquaristische Maßstäbe schon ziemlich sauer. Und irgendwie hat's doch in jedem Bach Fische, so sie denn nicht durch ganz was anderem als Aluminium vergiftet/vertrieben wurden. Ach, steht ja da, bei pH-Werten <4 steigt die Löslichkeit von Aluminiumhydroxid stark an.... so sauer ist kein Trinkwasser und Aquarienwasser wohl auch so gut wie keines, nehme ich an.

Außerdem soll es ja Leute geben, die auf Zeolithe-Filterung schwören. Und Zeolithe hat neben Siliziumoxid Aluminiumoxid als Hauptbestandteil.

Ich würde also sagen: don't panic! Solange du dein Becken nicht im extrem Sauren Bereich fährst, brauchst du keine große Angst vor Al haben. Und wenn's so richtig sauer wird, kommt das Al trotzdem nicht aus der Leitung, sondern eher aus den Steinen im Aquarium, denn Aluminiumhydroxide und -oxide sind gängige Gesteinsbildner. Die zitierte Seite spricht außerdem von einem Richtwert für Trinkwasser (Deutschland) von 0,2 mg/l. Um Bergforellen (was auch immer das sein soll) über den Jordan zu bringen, hats immerhin schon 2 mg/l gebraucht.

Ich hoffe, dass sich noch ein paar Meinungen zu dem Thema finden.

Gruß,
Markus
ManniAT
Mitglied
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BeitragBeitrag #10 vom 27.09.2004 - 19:16  Titel:  

Hallo Markus,

danke für die Info!

Markus meint:
Und wenn's so richtig sauer wird, kommt das Al trotzdem nicht aus der Leitung, sondern eher aus den Steinen im Aquarium


Leitungsangst hab ich eh keine, es ging um die Verwendung von "Alu-Kühlkörpern" im Wasserkreislauf Lachen

lg

Manfred
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