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Tipps und Kniffe rund um das Aquarium

Zierfischforum.at - TrickkisteFütterungstipps

Mit einigen Tricks und Kniffen kann man sich das "Aquarianerleben" erheblich erleichtern und vereinfachen.
Vieles ist mit einfachen Hausmitteln herzustellen und muss nicht erst teuer erworben werden. Auf dieser Seite werden mal selbst hergestellte Futtermischungen vorgestellt.

>> Futtermischungen mit Gelatine als Bindemittel
>> Discusfutter selbst gemacht
>> Cichlidenfutter
>> Enchyträen-Zucht
>> Microälchen
>> Japanischer Wasserfloh
>> Rezept zur Herstellung von Algensteinen


Zum Thema 'Selbstbaufutter' bin ich über folgende Sachen großteils im Internet gestolpert, hab' sie auch so in meine 'Fischmappe' hineinnotiert:

Gelatine-Futter-Rezept von der 'Guppy-Ramona':
- 5 bis 6 TL - große, gefrorene Stücke Golden Gate Artemia (klaar, oder?)
- 2 TL getrocknete Wasserflöhe (damit die Pampe nicht zu flüssig wird)
- 3 kleine gefrorene Würfel Bosmiden (zur Sättigung)
- 1 - 2 Würfel Spinat (Pflanzenanteil)
- 1/4 TL Spirulinapulver (wegen der Proteine)
- 1/4 TL Sojamehl, geröstet, vollfett (wegen essentielle Fettsäuren/hochwertiges Protein!)
- gute 10 Tropfen kaltgepresstes Olivenöl (weil das was gutes ist)
- 10 Vitamintropfen (guppy-art)
- eine Prise Paprika Edelsüß (wegen dem Carotin)
- eine Prise granulierten Knoblauch (weil er Parasiten vertreibt)
Alles in den Häcksler! Probierts mal aus. Ich verfüttere es an Fische jeden Alters, da es gemahlen ist, können auch Guppybabys das fressen.
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Ein zweites Rezept vom Hans Peter Neuse aus Köln: (alias Hapeen) ...der so freundlich war und nichts gegen die "Abschrift" hat
- 1 kg Seelachsfilet (die meisten Fette ungesättigt, niederer Schmelzpunkt - bestens verdaulich!) 300 g Spinat 200 g Wasserflöhe 100 g schwarze Mückenlarven 100 g weisse Mückenlarven 50 g Paprika, edelsüß 50 g Vitakalk (besser ist nicht vitaminisierter Kalk) 40 Tropfen eines Multivitaminpräparats (Ich nehme Harro`s) Gelatine für 300 ml Wasser Fischfilet, Spinat, Wasserflöhe und Mückenlarven mit dem Zauberstab zermahlen, Paprika, Kalk und Vitamine zugeben. Gelatine nach Anleitung anrühren und mit der Masse vermengen. Die so entstandene Masse in Eiswürfelbehälter geben (Die Dinger, in denen man Eiswürfel herstellt) und bei größtmöglicher Kälte schnell einfrieren. Wenn man kann, dann bei einem Bäcker, der große Kälte in seinem Frierer hat! Mit einem Würfel füttert man viele Becken! Auf alle Fälle sollten in einem Rezept Erbsen fehlen! Erbsen haben zuviel Stärke! Alternativ als pflanzlicher Anteil ist die Seealge, Knoblauchpulver, Zwiebelpulver empfehlenswert.
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Bei anderen Internet-Recherchen zum Thema bin ich noch auf folgende (für mich interessante) Rohstoffe gestoßen: Lebendfutter: Alles was man fangen kann und darf, oder sich züchten läßt incl. Regenwürmer, Insekten... Gemüse: Sprossenkohl, Zuccini, Salat, Karotte, Sellerie, Spinat Wasserpflanzen: Wasserlinsen Spirulina-Algen. Algenblätter. (gibt's in der Ostasienabteilung, die, die man zum Einrollen von Sushi verwendet) 'Seawead' auch aus der China-Abteilung. Spirulina-Algenpulver (Apotheke/od. übers Internet) Garnelen - keine aus Zucht, sondern solche aus'm Meer.

Die gezüchteten scheinen auch schon mit Medikamenten-Rückständen vollgepumpt zu sein. Krill, Mysis, Hühnerleber? (Vitamine, Mineralstoffe, hochwertiges Eiweiß) ....aber vom relativ 'Heißblütigem' Landtier, Leber kommt immer wieder vor, ich würd' sie wenn, dann nur wenig nehmen... Paprika-Pulver bzw. Cyclop-eeze als Farbverstärker. Luzerne-Triebspitzen bzw. Luzerne-Mehl mit hohem Proteingehalt Junge Blätter von Süßgräsern, Engl. Raygras, od. ähnliches Sojaextraktionsschrot Vogelmiere, Löwenzahn, Blätter von Laubbäumen als Ballaststoff- Rohfaser (Birke, Ahorn, Linde, Eiche...) - nicht zu viel! Diverse Kräuter (sparsam) Basilikum, Petersilie, Kresse, ....etc. - Kräuter sind gesund, reich an Mineralien... fette Fische: Aal, Lachs, Hering sonstige Fische: Makrele, Forelle, Baby-Octopus, Zander Fettquelen bzw. 'Trägerstoffe' für fettlösliche Vitamine: - Weizenkeimöl, Maiskeimöl, Leinöl, Fischöl, Lebertran Krill, Mysis, Muscheln getrocknete Gammarus (oder frische) seien ein interessanter Ballaststoffträger wichtig bei Fisch: immer ohne Gräten, da sonst Gefahr von Darmverschluß besteht!

Fleisch von Säugetieren: grundsätzlich nein, da Schmelzpunkt vom Fett zu hoch, schwer verdaulich! -> Fettleber
Vitamine: stehen bei jeder Mischung dabei, ich laß' sie lieber weg, da die im Zuge der doch langen Lagerung im Tiefkühlfach sicher nicht besser werden - separat dazufüttern. zu den Nährstoffen: Protein ist die Nahrung für Fische. Alle können mit Protein gut umgehen, je hochwertiger, desto besser. Fett: mind. 3%, max 8% Fett im Futter erwachsener Fische. Für Jungfische: mehr Fett möglich, wenn viel Fett -> Energiequelle, rasches Wachstum! Kohlehydrate: Pflanzenfresser können das gut verwerten. Fleischfresser schlecht/gar nicht. -> Gefahr der Wasserbelastung ist grundsätzklich gegeben! Deshalb sind folgende Rohstoffe nicht zu verwenden bzw. wenn, dann bewußt ganz wenig und nur für 'Allesfresser' bzw. 'Pflanzenfresser': Feinfrosterbsen, Dosenmais, gekochte Kartoffel, sonstiges stark stäkehältiges...Haferflocken zum Beispiel tauchen auch immer wieder in Rezepten auf.... Salz: In manchen Empfehlungen steht 1 EL Meersalz/kg Masse. Anderswo steht wieder, daß der Fisch z.B. möglichst salzfrei sein soll. Im Hinblick auf das Pflanzenwachstum, das bei steigendem Chlrid-Gehalt leidet, würde ich das Salz weglassen....ist im Trockenfutter sicherlich genug drin. Bindemittel: Gelatine oder Agar-Agar, das ist die Frage und wird in zahlreichen Beitragen im Internet diskutiert. Irgendwo im Hinterkopf hab' ich mir gemerkt, daß Gelatine letztendlich besser wäre. Selber hab' ich's mit Agar-Agar gemacht, konnte bei meiner sparsamen Fütterung noch keine negativen Auswirkungen bemerken)

Liebe Grüße! Leo
09.06.2004
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Ein paar weitere Rezepte für die 'Haubenköche' unter den Aquarianern:

Das Rinderherz muss frisch sein, sichtbares Fett muss entfernt werdenDiskusfutter

Bestandteile:
ca. 1 kg Rinder-Kalbs- oder Putenherz
0,5 kg Garnelenschrimps
250 g gekochten Spinat (optional)
2 Teel. Spirulina-Pulver
2 Teel. Vitamin C
2 Essl. Vitakalk (für Hunde und Katzen)
ca. 250 g Thunfisch ungesalzen
2 Essl. Multi Vitamin
ca. 5-7 Knoblauchkapseln (ohne Umhüllung, aufstechen)
1 Eidotter
2 Essl. Agar-Agar oder Gelatine zum Festigen.

Herzen, Garnelen, Thunfisch mit einem Mixer zerkleinern. Weitere Zutaten unterrühren und mit Gelatine festigen und Portionsweise einfrieren. Eine andere Variante, die nicht so aufwendig ist. Man schneide ein Rinderherz in größere Stücke und friere diese ein. Die hautigen Teile sollten entfernt werden, da die Fische diese nicht zerkleinern und fressen können.

Fütterung:
Bei Bedarf wird ein Stück eingefrorenes Rinderherz mit einer Küchenraspel zerkleinert.
Für Jungfische: Tiefgefrorenes Futter nur leicht an die Küchenraspel andrücken.
Für größere Fische: Angetautes Futter mit großem Druck raspeln und ein Gemisch aus Spirulina, Algenmehl, Vitamin C und Vitakalk beimengen.

Cichlidenfutter

Bestandteile:
ca. 1 kg Garnelen, großer Krill
250 g Erbsen oder Spinat leicht gekocht oder blanchiert
2 Teel. Spirulina-Pulver
2 Teel. Algenmehl (Apotheke)
1 Essl. Vitakalk (für Hunde und Katzen)
2 Essl. Multivitamin
2 Essl. Agar-Agar oder Gelatine

Garnelen, Erbsen oder Spinat im Mixer zerkleinern und restliche Zutaten unterrühren und Portionsweise einfrieren.

Enchyträen sind ein hervorragendes Zierfischfutter Enchyträen-Zucht

Ansatzsubtrat:
1/3 gesiebte Komposterde
1/3 Blumenerde
1/3 Rindenmulch fein
Plastikschüsseln 15 - 30 cm Durchmesser
2/3 der Höhe mit Substratgemisch auffüllen
Glasabdeckscheiben zum Bedecken

Die Enchyträen werden in einer Schüssel kultiviert Futter:
150 gr grobe Haferflocken und
100 gr Schmelzflocken (instant) und
3-4 Teelöffel Zucker mit Wasser vermengen, bis ein wässriger Brei entsteht.
oder
Ungewürzte Bayerische Semmelknödel (eine Scheibe ca. 7 mm dick, aufgetaut)
(oder eingeweichte Semmeln bzw. Weißbrot, oder gekochte Nudeln)
oder
Brathuhnknochen (abgenagte Knochen wieder entfernen)

Haltung:
Den Boden mäßig feucht halten und mit einer Glasscheibe bedecken. Die Schüssel mit Zeitungspapier abdunkeln, da die Enchyträen lichtscheu sind und sich sonst im Erdreich verkriechen würden.

Das Enchyträenfutter auf das Substrat legen und mit der Glasscheibe zudecken. Vorher sollte Schimmel vom Substrat und den Futterresten entfernt werden. Zwischen Glasscheibe und Substrat sollten keine Zwischenräume sein, da diese sonst schnell zum Austrocknen des Bodens beitragen. Im Keller, wo es nicht so warm wird (10 - 18 Grad Celsius), fühlen sich die Enchyträen wohl. Zum Füttern der Fische werden die Enchyträen am Rand des Enchyträenfutters mit einer Pinzette abgesammelt.

Microälchen Mikroälchen
Die winzigen Tierchen leben in einem Brei aus Maismehl und Hefe. Für den Brei werden 1 Teel. Maismehl und ca. 1 g. Trockenhefe mit Wasser angemischt. Sollte die Anzahl der Tierchen abnehmen, so muss der Brei nachgefüllt werden.

Erntereife Tierchen steigen am Glasrand empor und können dort leicht mit einem Pinsel oder mit der angefeuchteten Fingerkuppe entnommen werden. Die Mikroälchen wollen eine Temperatur von 10 bis 18 Grad Celsius.

Die Mikroälchen sind eine Delikatesse für Jungfische und sind z.B. für importierte Neonfische geeignet.

Japanischer Wasserfloh (Moina macrocopa)
Die 1-2 mm großen Wasserflöhe sind leicht zu züchten.

Futter:
Jeden zweiten Tag gibt es ca. 10-15 Schmelzflocken (Baby-Haferflocken) und ca. 10-12 Hefe-Körner (Müllers Hefe vital-S (Instant-Trockenbackhefe)) und 1/8 Liter Aquariumwasser.

Haltung: Die Tiere werden in ca. 10 Liter fassenden Eimern gehalten, wobei man ca. 3 Eimer mit unterschiedlichen Ansatzzeiten haben sollte, um einen Zusammenfall einer Zucht zu kompensieren. Die Eimer stellt man neben einem Aquarium/Fenster (indirektes Licht). Die Tiere vermehren sich optimal bei 25oC.

Man beginnt mit 5 Liter Wasser und der Fütterung. Nachdem 8 Liter erreicht worden sind (Wasserzugabe siehe Futter), kann ein Neuansatz (4 Liter Zuchtwasser + 1 Liter Aquariumwasser + Futter im alten und neuen Eimer) gemacht werden. Der Wandbelag im alten Eimer sollte nicht entfernt werden.

Die Zucht läuft optimal, wenn die Tiere sich die meiste Zeit an der Wasseroberfläche aufhalten. Moina verträgt kein Frischwasser! Bei bierbrauntrüben Wasser ist ein Neuansatz zu empfehlen.

Jürgen
10.06.2004

Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors.
Gefunden http://www.fischkeller.de/seiten/texte/tipps/tipp_003/tipp_003.htm
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Rezept zur Herstellung von Algensteinen

Immer wieder scheitert die Nachzucht von algen- oder aufwuchsfressenden Saugwelsen, z.B. Sturisoma aureum, Farlowella acus oder Welse aus der Gattung Hypancistrus, am fehlenden oder falschen "Erstfutter" für die Jungfische oder Alttiere.

Erfahrene Welszüchter halten deshalb stark beleuchtete Aquarien, die sie veralgen lassen, für Nachzuchten bereit. Auch das Sammeln von veralgten Steinen aus sauberen Gewässern kann eine gute Lösung sein, den jungen Welsen das wichtige Algenfutter zur Verfügung zu stellen. An diesen Steinen haften neben Grün- und Kieselalgen auch noch jede Menge tierischer Einzeller, die dann von den Jungwelsen mit "abgeweidet" werden können. Wer sich diese mühsame Arbeit des Steinesammelns ersparen möchte und gleichzeitig sicher gehen will, dass man sich keine Fischparasiten einschleppt, der soll einmal das von mir früher selber verwendete Rezept zur Herstellung von "Algensteinen" ausprobieren.

Eine Möglichkeit, Algenkost herzustellen, die für die Ernährung von algenfressenden Harnischwelsen und für die Jungfisch-Aufzucht vieler Arten von Saugwelsen überhaupt erst möglich machen. Man benötigt dazu 1 altes Aquarium ca. 60 Liter oder einen alten Bottich (möglichst nicht schwarz), 15 kg weisse, möglichst flache Steine, Grünpflanzendünger, Wasserpflanzendünger.

Die Steine werden so ins Aquarium gestapelt, dass möglichst viel Oberfläche direkt vom Sonnenlicht beschienen werden kann. Man kann auch alte Speiseteller oder Altglasscheiben nehmen. Das Aquarium wird im Freien auf der Terrasse, im Garten oder auf dem Balkon so aufgestellt, dass es vormittags und nachmittags direktes Sonnenlicht erhält. Man vermeidet eine direkte Sonnenbestrahlung um Mittag, um das Wasser nicht zu sehr zu erwärmen. Das Aquarium zu 1/3 mit Wasser aus einem (wenn möglich) fischlosen Tümpel 'impfen' und mit Leitungswasser auffüllen. Substral oder ähnlichen stickstoffreichen Flüssigdünger in der Empfehlung für Blumen-Giesswasser zugeben oder Flüssigdünger für Aquarienpflanzen in
der doppelten empfohlenen Dosierung zugeben. Fertig! Nach spätestens einer Woche hat man wunderschön veralgte Steine oder Teller, die man zum Abraspeln ins Welsbecken geben kann.

Eher unerwünschte Fadenalgen, die das Algenbecken zuwuchern können, muss man regelmässig entfernen. Auch Labeotropheus oder andere aufwuchsfressende Cichliden werden sich mit einem wahren Heisshunger über den Leckerbissen hermachen. Den abgeweideten Stein oder Teller einfach wieder ins Algenzuchtaquarium geben. Man könnte als "Algentellerhalter" im Algenzuchtaquarium auch diese praktischen Abtropftassen nehmen, in die man nach dem Abwasch die gespülten Teller steckt. Regelmässiges Nachdüngen und Teilwasserwechsel sorgen dafür, dass die Algen ständig wachsen und der pH-Wert stabil bleibt.

Jürgen
10.06.2004


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