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shary
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BeitragBeitrag #11 vom 28.10.2004 - 18:00  Titel:  

hi
mich würde interessieren, was du von altwasseraquarien hältst. als chemiker hast du da ja sicher andere einblicke in die materie wie "normalo" aquarianer. ich beschäftige mich jetzt schon seit einiger zeit mit altwasser und finde es gerade wegen dem sparsamen umgang mit dem rohstoff wasser sehr intressant.
lg shary



Jürgen
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BeitragBeitrag #12 vom 29.10.2004 - 00:08  Titel:  

Hallo Andreas,

Poor Man's Dosing Drops (PMDD) - kann man diesen amerikanischen Ausdruck eigentlich übersetzen? Allerweltsdünger?

War es schwer, Familie und Bekannte davon zu überzeugen, dass man von Produktion und Vertrieb von (salopp) 'Wasserpflanzendüngern' leben kann?

Lg
Jürgen
Drakon
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BeitragBeitrag #13 vom 29.10.2004 - 12:49  Titel:  

Hallo Manfred,
bei allen organischen Zusätzen ist es wichtig, daß die Dosierung nur sehr gering sein darf, da alle leicht abbaubaren Stoffe unter starkem Sauerstoffverbrauch abgebaut werden.
Die Konzentration des Aloe vera Extrakts im aufbereiteten Wasser beträgt nur 6,25 mg/l. In der Größenordnung stellt das kein Problem dar. Es ist ja auch nur ein Teil (und nicht der wichtigste) der Rezeptur von Aquadrakon.
Ich verwende ganz normalen handelsüblichen Saft, inwieweit der sich von selber hergestelltem Saft unterscheidet, kann ich Dir auch nicht sagen.
Drakon
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BeitragBeitrag #14 vom 29.10.2004 - 13:18  Titel:  

Hallo Jürgen,
du hast recht, man weiß nicht viel genaues. Wahrscheinlich wird man beim Suchen mit den Stichworten Gerbstoffe und -säuren, Huminstoffe und -säuren, evtl. auch Saponin viel leichter Informationen findet, warum so was prinzipiell wirkt.
Die Anwendung bei Fischen kommt aus der Erfahrung von Südostasiatischen Züchtern und Händlern, die diese Blätter (da billig und direkt vor der Haustür) schon längere Zeit verwenden. Inzwischen liegen auch hierzulande so viele positive Berichte von Anwendern vor, daß man das einfach nicht mehr ignorieren kann.
Harte wissenschaftliche Untersuchungen wird es in dem Bereich wahrscheinlich so lange keine geben, bis das für die kommerzielle Speisefisch- oder Garnelenzucht wichtig würde.
Die Preise werden von ganz anderen Faktoren als dem Rohstoffpreis bestimmt (sammeln, reinigen, Transport! - so lange man keine ganzen Container kauft, ist die Fracht sehr teuer, und das arbeitsaufwendige Portionieren, Verpacken und Versenden).

Es ist und bleibt unbestritten, daß man ganz ähnliche gute Ergebnisse auch mit einheimischen Gewächsen erzielen kann, mir fällt da als Erstes die Schwarzerle und ihre Zäpfchen ein. Auch Eichenlaub enthält reichlich Gerbsäure.
Allerdings haben eine Menge Leute einfach keine Zeit, Gelegenheit oder Lust im Wald rumzukraxeln und sich das benötigte Material selber zu suchen. Die zählen dann zur potentiellen Kundschaft.
Ich bin mir sicher, daß man auch Erlenzäpfchen gewinnbringend verkaufen könnte, allerdings kenne ich da keinen gewerblichen Anbieter (und ich selber werde nicht anfangen Saisonarbeiter auf die Erlenzäpfchenernte zu schicken Smile ).

Seemandelbaumblätter werden sicher auch öfters zur Kaschierung von Symptomen eingesetzt, die in unzureichenden Hälterungsbedingungen zu suchen sind, allerdings möchte ich das nicht jedem, der sie einsetzt unterstellen.
Tropisches Klar- und Schwarzwasser enthält ja einen mehr oder weniger hohen Anteil an organischen Verbindungen, die aus der Verrottung pflanzlichen Materials stammen. Sie schwimmen also quasi lebenslang in so einem Blätterextrakt, daher kann es nicht falsch sein, wenn das egal ob mit Seemandeln, Eichen, Erlen, Torf oder was auch immer versucht wird zu imitieren.
Drakon
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BeitragBeitrag #15 vom 29.10.2004 - 13:50  Titel:  

Hallo Leo,
ein Säuresturz passiert, wenn man die notwendige Wasserpflege vernachlässigt und einem die beim bakteriellen Abbau von reichlich verabreichtem Futter und den Fischausscheidungen entstandene Salptersäure (Nitrat als Meßwert steigt zwischen den Wasserwechseln!) zuerst die restliche KH verbraucht und anschließend direkt den pH senkt. Das kann bei jeder KH passieren, bei einer höheren KH dauert es nur länger (bei einer höheren KH ist die Gefahr für den unbedarften Aquarianer sogar größer, da er sich in Sicherheit vor solchen Prozessen wähnt).
Hat man dagegen ein gesundes Gleichgewicht zwischen Nitrat-verbrauchenden Pflanzen und den Futtereintrag kann das nicht passieren (beim Verbrauch von Nitrat steigt die KH sogar wieder).

In sehr weichem Wasser spielen zudem andere Puffersysteme ein größere Rolle als das (Hydrogen)Carbonat/Kohlensäure-System. Phosphate und Huminsäuren puffern in einem weiten Bereich im leicht Sauren.

Für die Fischschleimhaut ist ein schwach gepuffertes saures Wasser viel angenehmer als ein stark gepuffertes Wasser mit dem selben pH, da sie dabei viel weniger Anstrengungen unternehmen muß ihren eigenen physiologischen Wert aufrechtzuerhalten (vor allem die Kiemen spielen da aufgrund ihrer sehr dünnen Epidermis eine große Rolle).
Drakon
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BeitragBeitrag #16 vom 29.10.2004 - 14:00  Titel:  

Hallo shary,
bei homöopathischen Wasserwechseln von 10 % alle 2 Wochen betreiben eigentlich sehr viel mehr Leute als es glauben Altwasseraquarien.
Wichtig scheint mir, daß der Stoffeintrag ins Becken (Futter, Dünger etc.) und der Stoffaustrag (gelöste Stoffe beim Wasserwechsel, Mulm und Filterschlamm, Pflanzenmasse, Fische etc.) sich auf Dauer die Waage hält. Sonst reichert sich ein Stoff an, bis er die Toxizitätsgrenze erreicht. Dem Anreicherungsprozess, wird aber oft von chemischer Seite ein Riegel vorgeschoben, indem bei Erreichen bestimmter Grenzen Prozesse einsetzen, die einen weiteren Anstieg verhindern.
Bei Anwesenheit von organischen Stoffen im Wasser findet in altem Filterschlamm und Mulm Nitratatmung statt, die den Nitratwertanstieg verhindert.
Die Schwerlöslichkeit von Calcium- und Eisenphosphat verhindert den Anstieg beim Phosphat etc. etc.

Ich behalte da einen neutralen Standpunkt, man kann diese beiden Formen der Aquaristik guten Gewissens erfolgreich betreiben.
Pre
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BeitragBeitrag #17 vom 29.10.2004 - 15:18  Titel:  

Hallo,

wie ist es möglich, einen mehr oder weniger stabilen ph wert von unter 6,0 (z .b 5,5) zu erhalten, ohne "chemie" einzusetzen.

um die frage zu präzisieren, wie kann man es schaffen, werte von KH 4 und PH 5 zu erreichen wenn man dabei kein "braunes" wasser bekommen will?
ManniAT
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BeitragBeitrag #18 vom 29.10.2004 - 15:43  Titel:  

Hallo Andreas,

ich schließe mich der Frage von Pre an und präzisiere exemplarisch.

Es geht um die Zucht von L134. Ein interessanter Artikel dazu enthält folgende Anmerkung:
Text:
Nach Aussage von Ingo Seidel scheint das ein wesentlicher Faktor zu sein, da ihm nur solche Fälle bekannt sind, jedoch keiner in "normalem" Leitungswasser. Der Leitwert lag bei mir bei etwa 180-200 µS/cm und der pH-Wert zunächst bei etwa 6.1, bei späteren Würfen sogar noch deutlich tiefer, etwa bei 5.
.
Der gesamte Artikel ist zu finden unter:* Einloggen, um Links zu sehen
Die obige Textpassage liegt ziemlich am Ende der Seite bei der Passage zum L134!

lg

Manfred
helmut
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BeitragBeitrag #19 vom 30.10.2004 - 08:16  Titel:  

Morgen Andreas

Wäre es möglich, dass in Erlenzapfen und Co ein Wirkstoff enthalten ist, der das Aggressionspotential der Fische senkt?

Gruß aus Karlsruhe
helmut
Jürgen
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BeitragBeitrag #20 vom 30.10.2004 - 08:46  Titel:  

Hallo Andreas,

Zitat:
Hat man dagegen ein gesundes Gleichgewicht zwischen Nitrat-verbrauchenden Pflanzen und den Futtereintrag kann das nicht passieren (beim Verbrauch von Nitrat steigt die KH sogar wieder).


Könnte das soweit gehen, dass im Endeffekt mal die ° d KH im Aquarium höher wird als im Leitungswasser?

Grüsse,
Jürgen
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