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Drakon
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BeitragBeitrag #21 vom 02.11.2004 - 00:52  Titel:  

Jürgen meint:
Poor Man's Dosing Drops (PMDD) - kann man diesen amerikanischen Ausdruck eigentlich übersetzen? Allerweltsdünger?


Nicht Allerweltsdünger, "Dünger, der einen nicht arm macht" wäre doch wohl eher die Aussage des Akronyms.

Amerikanische Webseiten zu PMDD waren unter den ersten Seiten zum Thema, die ich mir angeschaut habe, als ich damals aus Unzufriedenheit mit den bis dato käuflich erwerbbaren Düngern angefangen habe, mich selber damit zu beschäftigen.
Die amerikanischen Drugstores scheinen jedenfalls immer noch so gut bestückt zu sein, wie unsere Drogerien vor 20 Jahren.
Ein guter Drogist wußte meist mehr von Chemie als so mancher Apotheker (oder das Verkaufspersonal) heute.

Zitat:
War es schwer, Familie und Bekannte davon zu überzeugen, dass man von Produktion und Vertrieb von (salopp) 'Wasserpflanzendüngern' leben kann?


In den Verkauf bin ich zu Anfang mehr oder weniger reingeschlittert. Man erzählt, daß man da was zusammengemixt hat, das ganz gut funktioniert. Dann kommt die Bitte einem da was davon abzugeben...Mund-zu-Mund-Propagande tut dann ihr Übriges.
Zu dem Zeitpunkt als ich das vollberuflich angefangen habe, ergaben sich bei mir berufliche Veränderungen, die sowieso eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung erfordert hätten. Ohne die von außen erzwungene Veränderung hätte ich die Entscheidung vielleicht noch 1 - 2 Jahre rausschieben können, aber dann wäre die Belastung von 2 Jobs zu groß geworden.
Die Steigerungsraten beim Umsatz und der damit erzielte Gewinn konnten dann auch die Familie davon überzeugen, daß man das mit der Selbstständigkeit guten Gewissens wagen kann.
Von Außenstehenden kommt immer noch gelegentlich die leicht ungläubige Frage, "Und davon kann man leben?" Smile
Daß dem erhöhten Risiko der Selbstständigkeit auch eine größere persönliche Freiheit entgegensteht, ist auch so einer der Gründe, die mich die Entscheidung bis heute nicht haben bereuen lassen.



Drakon
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BeitragBeitrag #22 vom 04.11.2004 - 21:58  Titel:  

Hallo Pre und Manfred,
CO2 / KH (= Carbonate) / pH bilden eine Beziehung bei der immer 2 Größen die dritte bestimmen. Da kommt man nicht drum rum.
Ein pH von 5 bei einer KH von 4 gibt es nicht (nicht mal bei Einsatz mehrerer 100 mg/l CO2). Wenn man so viel Säure zugibt, daß der pH auf 5 runtergeht, wird die KH zerstört und CO2 freigesetzt.

Derartige pH-Werte kann man nur in nahezu KH-freiem Wasser stabilisieren, indem entweder Huminsäuren oder Phosphate ein Puffersystem bilden, das deutlich weiter im Saueren als der Carbonat/CO2-Puffer puffern.

180 µS/cm sind ja kein Extremwert, das habe ich in meinem Wohnzimmerpflanzenbecken auch. Es wird beim Wasserwechsel eine KH von ca. 1,5 - 2 eingestellt (UO-Wasser und Aufhärtesalz), der pH ist so ~ 6,3.
Früher habe ich das Becken auch noch salzärmer und saurer gefahren, aber da mögen bereits einige Pflanzen, die ursprünglich aus Gewässern mit mittlerren Wasserwerten kommen nicht mehr so recht.

Der pH rauscht auch nicht so einfach weiter in die Tiefe. Man braucht für jede pH -Einheit niedriger die 10-fache Menge Säure, die muß ja auch irgendwo herkommen.
Drakon
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BeitragBeitrag #23 vom 04.11.2004 - 22:00  Titel:  

Hallo,
Zitat:
Wäre es möglich, dass in Erlenzapfen und Co ein Wirkstoff enthalten ist, der das Aggressionspotential der Fische senkt?


möglich ist viel Sehr froh! . Ich habe aber ernsthaft keine Hinweise oder Literatur zu dem Thema.
Drakon
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BeitragBeitrag #24 vom 04.11.2004 - 22:10  Titel:  

Hallo Jürgen,
Zitat:
Könnte das soweit gehen, dass im Endeffekt mal die ° d KH im Aquarium höher wird als im Leitungswasser?


Durchaus, wenn das Leitungswasser nennenswerte Mengen Nitrat enthält und der Nitratwert im Becken sinkt, keine anderen Prozesse (wie Säuren aus Wurzeln) die KH senken, dann wäre das der Fall.
Leo
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BeitragBeitrag #25 vom 05.11.2004 - 12:17  Titel:  Noch eine Frage...

Hallo Andreas!

Gibt es eine Wasserpflanze, an deren erfolgreicher Pflege "selbst Du" gescheitert bist/auf Granit gebissen hast?
Ich bemüh' mich sehr um meine Pflanzen, trotzdem hab' ich's g'schafft, daß z. B. die Ludwigia arcuata (lt. meiner Literatur nicht soo schwer zu halten...) "ausgestorben" ist - interessanterweise in allen beiden Becken ziemlich zur gleichen Zeit.

Servus!

Leo
Jürgen
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BeitragBeitrag #26 vom 05.11.2004 - 12:27  Titel:  

Hallo Andreas,

hattest du mal Gelegenheit, mit 'Wasserpflanzenkoryphäen' wie z.B. Christel Kasselmann, auf Erfahrungswerte bezüglich der Pflanzendünger bei Eigenanwendung zurückzugreifen? Meine: hat Frau Kasselmann mal deine Dünger ausprobiert und ist zu dem Schluss gekommen: jo, das hat was, damit bekomme ich diese oder jene Pflanze endlich hin?

Wie ist dein Verhältnis zu anderen Düngemittelherstellern? Hat sich da mal ein Konflikt ergeben, oder sehen bzw. ignorieren dich sera, tetra, jbl oder Dennerle als 'Underdog'. Was würde für die Grossen näher liegen, als deinen Dünger nachzubauen und dann, wenn schon der Preis als Unterschied bleibt, gleiche Wachstumserfolge bzw. Düngewirkungen anzubieten?

Lg
Jürgen
Drakon
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BeitragBeitrag #27 vom 10.11.2004 - 20:59  Titel:  

Hallo,
Zitat:
Gibt es eine Wasserpflanze, an deren erfolgreicher Pflege "selbst Du" gescheitert bist/auf Granit gebissen hast?

ja da gibt es schon ein paar...

Eichhornia diversifolia konnte ich nicht auf Dauer halten. Die Pflanze benötigt sehr viel Licht, die Stengel werden unten sonst schwarz. Gleichzeitig verträgt sie überhaupt keine Nährstoffmängel, vor allem kein N- und P-Mangel und hier waren die anderen Pflanzen manchmal schneller als ich mit dem Nachdüngen.
Zudem bildet sie beim Fluten fast sofort Schwimmblätter, die sich auch nicht wieder zurückbilden, wenn man sie eintaucht. Da hilft nur abschneiden, den unteren Teil einpflanzen und hoffen, daß er neu austreibt.
Irgendwann kamen mal lauter Umstände zusammen, die die Pflanze dann verschwinden liessen.

Das rote Tausendblatt (Myriophyllum tuberculatum) war auch nur jeweils wochenweise zur Zusammenarbeit zu bewegen.

Früher hatte ich in einem 80 cm Becken bei HQL-Beleuchtung und nur sporadischer Düngergabe, kein CO2, dafür überbesetzt mit Jungfischen, also reichlich Nitrat und Phosphat eine wunderschöne rote Barclaya longifolia, die auch reichlich Nachwuchs produziert hat.
Inzwischen habe ich nur ein kleines Hungerexemplar, daß einfach nicht größer werden will. Das immerhin jetzt schon einige Jahre.

Aponogeton crispus und die lebendgebärende A. undulatus wachsen und lassen sich recht einfach vermehren. A. rigidifolius ist eine Ausnahme, die keine Knolle bildet, sehr einfach und sehr wüchsig. Alle anderen Arten habe ich noch nicht gepflegt oder wie A. longiplumulosus, A. ulvafolia und A. boivianus nur wenige Tage oder Wochen zum Wachsen gebracht. In der Zeit erreichen A. rigidifolius, A. ulvafolia und A. boivianus aber eine Größe und ein Volumen, daß man den Schluß ziehen muß, sie sind sowieso nicht für normal dimensionierte Becken geeignet.

An besonderen Cryptocorynen habe ich mich mangels Interesse nicht weiter versucht.

Zitat:
Ich bemüh' mich sehr um meine Pflanzen, trotzdem hab' ich's g'schafft, daß z. B. die Ludwigia arcuata (lt. meiner Literatur nicht soo schwer zu halten...) "ausgestorben" ist - interessanterweise in allen beiden Becken ziemlich zur gleichen Zeit.


Sowas gibts, man sollte möglichst nicht alles in allen Becken gleich machen. Ansonsten ist die L. arcuata aber nicht allzu schwierig, sie kommt aber schlecht gegen kräftigen Algenaufwuchs an.
Sie braucht es schon hell und wenig abgeschattet, kräftig Eisen und Kalium, sonst wird es nichts mit der roten Farbe.
Jürgen
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BeitragBeitrag #28 vom 13.11.2004 - 13:00  Titel:  

Hallo Andreas,

Welche Fischarten sind deine 'Favourites'? Welche Nachzucht hat dir am meisten Freude bereitet - ist das Aufzuchtbecken im Moment besetzt?
Oder anders gefragt: was war dein 'schönstes' Aquariumerlebnis, welche 'Aquariumtragödie' ist dir nachhaltig in Erinnerung geblieben?

Ich würde wahnsinnig gerne ein Foto von deinem 500-Liter Amazonas-Becken sehen Smile

Lg
Jürgen
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BeitragBeitrag #29 vom 14.11.2004 - 23:28  Titel:  

Hallo Andreas!

Mein 180 Aquarium mit den Neocaridina denticulata und den Macrobrachium dayanum läuft als "Stickstoffmangelbecken".
Nitrat und Phosphat sind praktisch nie nachweisbar. Um trotzem einen entsprechenden Pflanzenwuchs zu erreichen dünge ich Stickstoff in Form von Ammonium und Nitrat zu. Bei Nitratkonzentrationen um 10-15 mg/l "expoldieren" die schnellwüchsigen Stengelpflanzen im Becken (Wasserpest, Hornkraut, Hygrophila und die Wasserlinsen). Eine dekorative Bepflanzung ist so kaum mehr zu erreichen, da die Pflanzen jede Woche drastisch zurückgeschnitten werden müssen und die langsamer wachsenden Arten überwuchern. Bei 2-4 mg/l zugegebenem NO3 bekomme ich den Pflanzenwuchs dagegen "in den Griff". Ist eine soche "Steuerung" des Wuchses über das Stickstoffangebot deiner Meinung nach vernünftig, oder sollte man versuchen, andere Wachstumsfaktoren wie CO2 Angebot, Licht oder Fe- Konzentration als begrenzende Größen zu verwenden?

mfg Werner
Drakon
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BeitragBeitrag #30 vom 17.11.2004 - 17:45  Titel:  

Hallo Jürgen,
ich kenne zwar ein paar Leute aus der deutschsprachigen Wasserpflanzenszene (bin ja auch Mitglied im AK Wasserpflanzen), aber konkret mit C. Kasselmann habe ich bisher keinen Kontakt.
Ich kann nur ihre Aussagen in "Wasserpflanzen" interpretieren, und da hält Sie ja weder viel von Flüssigdüngung noch von HQI-Beleuchtung (wobei sie da nur nur vom Hörensagen schreibt, was ich schade finde). Das pProblem liegt aber nicht an den HQI, sondern an dem allgemein anderen Handling von Starklichtbecken.
Immerhin sind ihre Aussagen für ale, die keine (exzessive) Wasseraufbereitung betreiben wollen, sehr hilfreich. Wenn bei Ihr eine Pflanze in Berliner Leitungswasser wächst, ist die Chance groß, daß sie das auch wo anders kann.

Das Verhältnis zu anderen Herstellern ist in dem Sinne keines. Ich habe zumindest kaum Berührungspunkte mit den anderen Firmen. Klar kennt man den einen oder anderen Mitarbeiter der jeweiligen Firmen mehr oder weniger flüchtig, aber mehr ist da nicht.
Der Nachbau meiner Düngelösungen wäre ja nicht zu verhindern. Allerdings ist der Preis, da wo es oft auf 0,1 Cent/l ankommt, ein nicht zu verachtendes Argument. Ich kann die höheren Herstellungskosten über den Direktverkauf unter Umgeheung des "normalen" Handels wieder reinholen.
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