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[Im Gespräch]: Olaf D.
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Jürgen
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BeitragBeitrag #1 vom 20.01.2007 - 22:05  Titel: Grossartig! [Im Gespräch]: Olaf D.

Hallo,

Ich freue mich, dass wir Olaf D. als Gast in der Reihe 'Im Gespräch' begrüßen dürfen.

Olaf ist als kritischer Diskussionspartner vielen Aquarianern und Forumsmitgliedern seit langem bekannt. Seine Webseite Aquaristik ohne Geheimnisse gehört zu den bekanntesten und meistzitierten Seiten im deutschsprachigen Raum.
Seit 2005 ist Olaf als Redakteur bei der Aquariumzeitschrift Amazonas mit an Bord.
In diesem Gespräch gibt es die Möglichkeit, ein wenig mehr über Person und Arbeit eines hervorragenden Aquarianers und Kenners der aquaristischen Szene zu erfahren. Nutzt sie!

Beste Grüße,
Jürgen

Beipackzettel: Das Fachgespräch, dessen Länge von der Zahl und Qualität der eingereichten Fragen und der Bereitschaft des Gesprächspartners abhängt, diesen zu entgegnen, wird vom Team ständig moderiert und in jedem Fall im Sinne des Gesprächspartners *frei gehalten. Es geht im sachlichen Plauderton nicht um Grundsatzdiskussionen, sondern um den Versuch, angenehmen und (ent)spannenden Lesestoff rund um die Person Olaf Deters und sein aquaristisches Wirken aufzubereiten.


Zuletzt bearbeitet von Jürgen am 12.01.2010 - 12:45, insgesamt 1-mal bearbeitet



Jürgen
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BeitragBeitrag #2 vom 20.01.2007 - 22:32  Titel:  

Hallo Olaf,

Deine Webseite 'Aquaristik ohne Geheimnisse' versucht, alltägliche Fragestellungen rund um die Themen Aquarium und Aquariumwasser mit Sachlichkeit und fundiertem Wissen aufzuarbeiten. Ich vermeine mich zu erinnern, dass - im Nachhinein - eine Datz-'Anekdote' zu einer Neugestaltung der Seite führte.
Messen und gemessen werden: Wie lange betreibst du diese Seite schon, wie schwer oder leicht fiel dir der Einstieg in die Welt von .html und Javascript?
Was hat dein Studium (Fachrichtung?) zu Verständnis und Lösung aquaristischer Fragestellungen in der Aquaristik beitragen können?

Danke für die Antworten,

Lg
Jürgen
Viktor
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BeitragBeitrag #3 vom 20.01.2007 - 22:41  Titel:  

Hallo Olaf!

Wie definierst Du erfolgreiche Aquaristik und was ist Deiner Meinung nach dafür notwendig? Wobei ich jetzt nicht irgendwelche technische Ausrüstung oder Ähnliches meine.
Tatjana
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BeitragBeitrag #4 vom 20.01.2007 - 23:54  Titel:  

Hi Olaf,

schon einige Sätze auf Deiner Hp haben mich bezüglich Toleranz in der Aquaristik zum Umdenken animiert.
Um meine Frage zu stellen, möchte ich gerne von Deiner HP ein Zitat von Dir verwenden:

Zitat:
Wer meine Beiträge in den Internetforen gelesen hat wird festgestellt haben, dass ich bestrebt bin, die Aquaristik so darzustellen, wie sie ehrlich bei mir stattfindet. Das heißt, ich verliere mich nicht in dem Propagieren von Idealvorstellungen z.B. hinsichtlich Besatzdichte, Aquariengröße, Wasserbeschaffenheiten etc., sondern ich versuche im wesentlichen die Punkte herauszuarbeiten, die in der aquaristischen Praxis relevant sind.


Was sind Deine Idealvorstellungen bezüglich einem idealen Becken (Besatzdichte, Wasserbeschaffenheit etc. und wie arbeitest Du die wesentlichen Punkte in der Aquaristik um bzw. was ist wesentlich in der Aquaristik?

Wieviel Zeit investierst Du täglich mit Deinen Becken, Beobachtungen und Untersuchungen. (excl. I-net Tätigkeiten).
Fryday
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BeitragBeitrag #5 vom 21.01.2007 - 00:48  Titel:  

Hallo Victor & Tatjana,

vorab möchte ich mich für die Einladung zum Gespräch bedanken. Smile

Zitiertes Original-Posting ansehenViktor meint:
Hallo
Wie definierst Du erfolgreiche Aquaristik und was ist Deiner Meinung nach dafür notwendig? Wobei ich jetzt nicht irgendwelche technische Ausrüstung oder Ähnliches meine.


das ist eine schwere Frage.
Sicherlich wird jeder den aquaristischen Erfolg anders definieren, aber es dürfte übergreifend so sein, dass man seine selbstgesteckten Ziele erreicht und diese auch über längere halten kann. Gerade letzteres ist häufig das größere Problem.

Notwendig dazu sind m.E. in erster Linie konkrete Zielvorstellungen auf die man wirklich hinarbeitet. Diese dürfen schon eine gewisse Herausforderung sein, so das man schon was dafür tun muss und was auch gerne etwas Zeit brauchen kann inkl. kleiner Rückschläge.
Mir geht es so, dass ich all das was mir quasi in den Schoß fällt, nicht wirklich als Erfolg ansehen mag. Zum Beispiel eine schnelle Nachzucht. Ich weiß dann gar nicht warum es geklappt hat. So könnte es einfacher Zufall und Glück sein. Habe ich mir die Nachzucht jedoch wirklich erarbeitet, dann fühle ich mich sicherer.

@Tatjana
Zitat:
Was sind Deine Idealvorstellungen bezüglich einem idealen Becken (Besatzdichte, Wasserbeschaffenheit etc. und wie arbeitest Du die wesentlichen Punkte in der Aquaristik um bzw. was ist wesentlich in der Aquaristik?


Als gut gelungen empfinde ich es, wenn sich meine Fische in dem Becken vermehren wollen und das Becken dennoch kein steriler Glaskasten ist, es also doch mit Bodengrund, Wurzeln und Pflanzen oder auch nur mit Blättern eingerichtet ist. "Wollen" deshalb, weil in solchen Becken nicht zwingend die Eier sich auch gut entwickeln und die Jungfische hochkommen.

Ich stelle mir dabei immer einen Gewässerausschnitt vor, in dem die Fische in der Natur leben. Zumeist reduziert sich das dann auf Artbecken mit Wurzeln und Laub, denn submerse Pflanzen sind in vielen Biotopen meiner Fische nicht vorhanden.

Die Besatzdichte ergibt sich aus dem was ich an Fischen habe, also Pärchen oder etwas mehr. Liegt daran, dass bei mir die Nachzucht im Vordergrund steht. Da arbeitet man üblicherweise mit sehr lockeren Besatzdichten (Pärchen, Trio) und Artbecken.

Das Wasser ergibt sich aus den Herkunftsgebieten der Fische. Bei mir zumeist weichsauer oder nur weich.

Zitat:
Wieviel Zeit investierst Du täglich mit Deinen Becken, Beobachtungen und Untersuchungen. (excl. I-net Tätigkeiten).


Die Frage kenne ich von meiner Frau Grinsen
Vermutlich minimal so im Schnitt 1,5 bis 2 h/Tag praktische echte Arbeit an den Becken. Also Fütterung, Jungfischpflege, Wasserwechsel und sonstiges.
Das verteilt sich aber über den Tag, so dass ich nicht z.B. von 18:00 bis 20:00 Uhr fest im Keller bin. Es gibt Tage an denen nicht viel passiert und an anderen ist Alarm.

Mit hinzuzählen würde noch
- Futterfangen
- Vereinsbesuche
- Telefonate mit anderen Aquarianern
- gelegentliche weitgreifende Fischtouren mit Kumpels
- Besuche von und bei anderen Fischleuten

Das hat zwar direkt nichts mit meine Aquarien zu tun, aber ohne wäre meine Aquaristik so nicht möglich. Die neuen Fische müssen ja irgendwo herkommen bzw. die Nachzuchten irgendwo hin.

Untersuchungen im Sinne von Messungen mache ich so gut wie gar nicht mehr. pH und Leitfähigkeit werden im Zuge der Wasserwechsel unstet mal mitkontrolliert, mehr passiert diesbezüglich bei mir nicht. Ich fotografiere jedoch gerne und das kann sehr zeitraubend sein. Artikelschreiben ist auch sehr zeitintensiv, aber nicht gleichmäßig vertreten.
andy23
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BeitragBeitrag #6 vom 21.01.2007 - 01:35  Titel:  

Hallo Olaf!

Ich stell mal eine eher speziell Frage, da ich weiß, daß du damit schon konfrontiert wurdest und auch in deinem Forum die Frage mal zur Disposition stand:

Was ist deine Ansicht bezüglich Chlorid im Aquariumwasser? Da ja immer wieder, auch auf deiner Seite, von der Aufbereitung des Wechselwassers mit Salzsäure die Rede ist, entsteht ja die Frage, wie das anfallende Chlorid zu betrachten ist. Wenn man dauerhaft das Wechselwasser mit HCl aufbereitet, scheint doch eine dauerhafte Anreicherung unvermeidbar, auch wenn die Wasserwechsel davon wieder etwas entfernen.

Gibt es da einschlägige Erfahrungen, wie sich das Chlorid dauerhaft auf das Aquariumwasser und die Schützlinge auswirkt? Kann man wirklich gesichert sagen, wie sich dieser Stoff auf das Beckenmilieu auswirkt? Ist es unbedenklich oder doch mit Vorsicht zu genießen?

Ich hoffe, damit die Fragerichtung an dich nicht zu sehr von der Intention des "Gesprächs" abzulenken. Aber dieses Thema interessiert mich doch und viell. auch andere hier im Forum.

Herzlichen Dank im Voraus und LG...
Fryday
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BeitragBeitrag #7 vom 21.01.2007 - 09:04  Titel:  

Hallo,

Zitiertes Original-Posting ansehenandy23 meint:

Wenn man dauerhaft das Wechselwasser mit HCl aufbereitet, scheint doch eine dauerhafte Anreicherung unvermeidbar, auch wenn die Wasserwechsel davon wieder etwas entfernen.


Ich setze Chlorid = Salz

Wenn es sich anreichern würde, müsste das anhand der Leitfähigkeit zu erkennen sein. Salz schlägt ja 1:1 auf die Leitfähigkeit durch.

Bei meiner Anwendungsmethode braucht man auch nur ganz wenig HCl, so etwa 1ml 1-normale HCl auf 10 ltr. Das ist nur ein Spritzer. Der schiebt die die Leitfähigkeit vieleicht von 60 auf 80 µS/cm hoch uns das ist vernachlässigbar. Da hat man leicht größere Differenzen in der Messung selbst.

Wenn man allerdings im Leitungswasser per HCl den pH runtersäuern wollte, dann kommt schon mehr zusammen, je nach zu vernichtenderer KH
das halte ich nicht für so geschickt, weil man kein wirkliches weiches Wasser erhält.

Zitat:
Gibt es da einschlägige Erfahrungen, wie sich das Chlorid dauerhaft auf das Aquariumwasser und die Schützlinge auswirkt? Kann man wirklich gesichert sagen, wie sich dieser Stoff auf das Beckenmilieu auswirkt? Ist es unbedenklich oder doch mit Vorsicht zu genießen?


in hohen Konzentrationen schädigt es Pflanzen. Ich merke das immer wieder, wenn ich anlässlich einer Oodiniumbehandlung meine Javamoosbüschel verliere. Dann wurden aber 2g Salz / Liter angewendet (andere gehen noch schärfer ran) und man hat zwischen 2.000 und 4.000 µS/cm im Wasser. Die Fische, auch Weichwasserfische, reagieren darauf gar nicht, zumindest habe ich nie etwas beobachten können. Die machen einfach weiter als wenn nichts wäre.

Eine erfolgreiche Zucht, also mit sich entwickelnden Eiern und aufkommenden Larven, ist in solchem Wasser nach meiner Erfahrung nicht möglich. Wohl aber laichen Fische in solchem Wasser ab, das hatte ich schon häufiger.

Wie und ob Chlorid jetzt speziell im Wasser auf Fisch und Pflanze wirkt, kann ich nicht sagen. Stefan Hetz (Tierphysiologie) hat hier *klick* anhand von Untersuchungen (m.W. an Welsen) gezeigt, dass Hartwasserfische im weichen Wässern eher Probleme bekommen wie umgekehrt.
Tatjana
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BeitragBeitrag #8 vom 21.01.2007 - 10:01  Titel:  

Hi Olaf,

danke für Deine Antwort.
Welche Fischarten pflegst Du und was fasziniert Dich an diesen? Welches sind Deine Lieblingsarten?
Von welchen schwierig nachzuziehenden Arten ist Dir die Zucht gelungen? Und warum?
Fryday
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BeitragBeitrag #9 vom 21.01.2007 - 11:10  Titel:  

Hallo,

Zitiertes Original-Posting ansehenTatjana meint:
Welche Fischarten pflegst Du und was fasziniert Dich an diesen?


die einzelnen Arten sind gelistet auf meiner Seite.

Zuchtanstrengungen stehen im Vordergrund, ganz klar. Fische die mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht oder sehr leicht nachziehbar sind, finden sich bei mir nicht. Auch sollte es sich möglichst um kleinere bzw. feinere Fische handeln. Auf bestimmte Gattungen konzentriert bin ich jedoch nicht mehr.
Ich meide jedoch allgemein Cichliden, hektische und größere barbenartige sowie entsprechende große Regenbögen. Auch modische L-Welse und ähnliches sind nicht mein Ding.

Zitat:
Welches sind Deine Lieblingsarten?


oh, äh... von der Wirkung her fasziniert mich Gymnochanda filamentosa sehr. Er ist filigran, hat ein Verhalten und seine Schönher erschließt sich nicht sofort. Erfolgreiche Zucht ist mir bisher nicht gelungen, die Larven sind höllewinzig und verhungern immer. Da gibt es noch was zu tun.

Zitat:
Von welchen schwierig nachzuziehenden Arten ist Dir die Zucht gelungen? Und warum?


Schwierig ist relativ. Wenn man ungefähr weiß wie es läuft und worauf es ankommt bzw. nicht ankommt, relativiert sich "schwierig".

Arten? - Sphaerichthys zählt man wohl zu den heikleren Fischen, wobei ich an dem bekanntesten S. osphromenoides gescheitert bin. Derzeit arbeite ich an Fluviphylax, einem zwerghaften südamerikanischen Leuchtauge. Davon schwimmen die ersten Jungen. Dann könnte man Nothobranchius luekei nennen, einem ostafrikanischen anuellen Killi, der winzigste Jungfische hat.

Als Grundlage für Zuchterfolge sehe ich Artbecken mit geeigneter Einrichtung an und eine gute Ernährung. Es gehört fraglos auch Glück dazu, aber ich habe mal den schönen Spruch gelesen "Glück muss man können" bzw. "Das Glück ist mit dem Tüchtigen" und da ist m.E. sehr viel dran.
Glück ist es m.E. eher, wenn die Deckscheibe offen war und keiner ist rausgesprungen oder es ist ein größerer Fisch in ein Einhängebecken mit Nachwuchs gehüpft und er hat sie nicht gefressen.
Gast
Gast









BeitragBeitrag #10 vom 21.01.2007 - 11:56  Titel:  

Hallo Olaf!

Vor fast 2 Jahren gab es einmal eine Diskussion über Keimdruck in Aquarien in einem anderen Board:
*Hier*
Du hast darin geäußert, daß du eine sehr skeptische Haltung gegenüber dem Begriff "Keimdruck" hast und meinst dazu:
Zitat:

Aber in einem gut klarem Wasser (ob mit oder ohne nennenswertem Wasserwechsel) einen unguten Keimdruck zu vermuten, erscheint mir extrem weit hergeholt.

und (2 Seiten im Thread weiter):
Zitat:

Ich sehe den negativen Keimdruck in einem normalen Aquarium mit schön klarem Wasser mit hoher Wahrscheinlichkeit als nicht relevant an.


Nun ist es doch so, daß - laut Aussage Dr. Untergasser - in einem Aquarium durchschnittlich 60.000-80.000 Keime je 1ml vorhanden sind, die man natürlich mit freiem Auge meist nicht erkennt, es sei denn es stellt sich tatsächlich eine für uns wahrnehmbare Bakterienblüte ein.
Du hattest in der genannten Diskussion ja auch selbst angemerkt, daß Fische ja über ihre Schleimhaut in dem wässrigen Milieu, in dem sie leben, einer ständigen "Tröpfcheninfektion" ausgeliefert sind, was sie nicht selten mit Schleimhautverdickung und anderen Immunreaktionen beantworten.

Wie ist dein heutiger Standpunkt zu dem Thema "Keimdruck" und "Biofilme"?
Denkst du immer noch, daß sich ein für die Fische erträgliches Ausmaß an Keimdruck an "klarem Wasser" festmachen läßt?
Was ist wirklich als "klares Wasser" zu definieren bzw. welche Richtlinien würdest du Aquarianern als Maßstab für "klares Wasser" mitgeben?

Noch eine konkrete Frage bezüglich "Biofilmen":
Wie groß erachtest du die Gefahr von "Biofilmen" z.B. Mulm, in dem sich ja z.B. die tuberkuloserregenden Mycobakterien gerne aufhalten? Sollte man ihn nicht doch von Zeit zu Zeit dezimieren?
Immerhin kann das Wasser ja noch so klar sein - wenn sehr viel Mulm am Boden eines Beckens lagert, könnte doch eine zunehmende Gefahr für die Gesundheit der Fische bestehen...insbesondere für Bodenbewohner und gründelnde Fische, denkst du nicht?

LG
Irene
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