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Mindestanforderungen für die Haltung von Meerwasserfischen
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Ginny
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BeitragBeitrag #11 vom 18.12.2013 - 20:07  Titel:  

Zitat:

wenn du beschreibst, dass die Fütterung unter den beschriebenen Umständen etwas mehr Fingerspitzengefühl erfordert, hast du natürlich recht.


Stimmt, man erwischt schnell mal einige Flocken/Pellets/Artemia zu viel, wenn das öfter vorkommt, hat man bald ein NO3/PO4-Problem.

Guppys im Meerwasser dauerhaft halten ist gewiss nicht artgerecht, obwohl möglich.

Was gewisse Verordnungen betrifft (Süß- oder Meerwasser), das kann man sehen wie man denkt. Fakt ist, dass manches sinnfrei erscheint. Fakt ist aber auch, dass Gesetze/Vorschriften/Verordnungen meist einen sinnhaften Hintergrund haben. Zum Beispiel, die von mir angeführten Anemonenfische, sie bleiben im Aquarium immer in der Nähe ihrer Anemone, die sie gegen potentielle Störenfriede heftigst verteidigen. So hat man den Eindruck, sie bräuchten nur ein kleines Revier. Beobachtet man aber ihre Lebensweise in der Natur, so merkt man schnell, welch armseliges unnatürliches Leben man ihnen in einem sehr kleinen Becken bieten kann. Artgerechtes Verhalten verhindert man in so einem Minipfützerl, deshalb sollte man sich zumindest annähernd an die Gesetze halten.

Hinzugefügt nach 9 Minuten:

@Joe,
Guppys leben sehr oft in Flussmündungen, wo das Süßwasser sich mit Meerwasser vermischt, was zu Brackwasser wird, deshalb kann man sie in beiden Gewässern halten. Reines Meerwasser wird toleriert, zumindest auf längere Zeit wenn man sie langsam daran gewöhnt. Somit ist sowohl Süß- als auch Brackwasser für sie artgerecht. Aber wer würde sie kaufen, wenn sie als Brackwasserfische vorgeschrieben wären?



Kumonryu
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BeitragBeitrag #12 vom 19.12.2013 - 14:32  Titel:  

Poecilia reticulata ist ein euryöker und salztoleranter Süßwasserfisch, bei dem einzelne Population in Gewässern mit unterschiedlichen Salzgehalten vorkommen. Dass die Art sich auch unter widrigsten Bedingungen vermehrt und Zuchtformen z.B. in Asien hauptsächlich in salzhaltigem Grundwasser vermehrt werden, macht sie nicht zum Brackwasserfisch - auch ist sie mir in wissenschaftlichen Publikationen noch nicht als solcher untergekommen. Obwohl sich das Gerücht*, dass Guppies ausgesprochene "Hartwasserfische" seien, hartnäckig hält, muss man darüber, dass Meerwasser nicht dem natürlichen Lebensraum der Guppies entspricht, nicht wirklich diskutieren.

Auf Molly und Segelkärpfling bin ich in meinen vorherigen Beiträgen nicht eingegangen. Poecilia velifera verfügt ebenfalls über eine weite Verbreitung und ist sowohl in Süß- als auch in Brackwasser bis hin zu küstennahen Gewässern zu finden und kann eher als salzliebend bezeichnet werden.
Interessant ist, dass die verschiedenen Populationen von Poecilia velifera abhängig vom Habitat morphologische Unterschiede aufweisen. Da es sich bei den im Handel vertreteten Tieren i.d.R. leider um einen Aquarienmischmasch bzw. Hybriden mit anderen Poecilia-Arten handelt, lässt sich nicht mehr nachvollziehen, welches Habitat den Tieren entspricht. Sofern es sich jedoch um Wildformen (mit Fundortangabe) handelt, würde ich auch im Aquarium versuchen den natürlichen Lebensraum, inklusive der Wasserparameter, wiederzuspiegeln. Wildformen von Arten mit weiter Verbreitung sollten auch aus dem Blickwinkel der Erhaltung in Populationen betrachtet (und nach Möglichkeit nicht miteinander vermischt) werden.
Da insbesondere die Segelkärpflinge, aber auch die Mollies, aufgrund ihres Verhaltens ohnehin nicht für 60l-Becken geeignet sind, würde ich allein aus diesem Grund nicht weiter darüber grübeln, sondern gleich gleich dem ursprünglichen Wunsch folgen, ein "vernünftiges" Meerwasserbecken passender Größe aufstellen und darin entsprechende Fische halten. Zwinker

*Noch ein paar Worte zum Abschluss, auch wenn es etwas über das eigentliche Thema hinausgeht. Haltungsberichte und Erfahrungen anderer Aquarianer und die daraus resultierenden Datenbanken sind zweifellos eine wertvolle Quelle, die ich selbst sehr schätze. Allerdings steht im Internet auch unfassbar viel Unsinn, der einfach immer wieder nachgekaut wird und sich hartnäckig hält (z.B. hartes Wasser für Malawiseecichliden). Dies ist nicht als Vorwurf gemeint, aber manche Mythen sind nur schwer auszumerzen.
Wenn ich mich für einen Fisch interessiere, versuche ich daher zunächst möglichst viel über die Ökologie und das natürliche Habitat der Art in Erfahrung zu bringen. Dabei verlasse ich mich nicht allein auf Foren oder Hobbyseiten, sondern recherchiere u.a. in wissenschaftlichen Datenbanken und Literatur, sowie Berichten über Exkursionen und Fangreisen in die entsprechenden Gebiete. Dabei schaue ich mir z.B. an: Wie sieht der Lebensraum aus? Welche Wasserparameter herrschen tatsächlich vor? Wie ernährt sich der Fisch (Nahrungserwerb und -zusammensetzung)? Gibt es saisonale Unterschiede? (Für mich am interessantesten:) Wie sieht das Verhalten der Art aus (intra- und interspezifisch)? usw. Das mag für einige auf den ersten Blick vielleicht übertrieben oder auch anstrengend wirken, allerdings ist es unglaublich lehrreich und hilft enorm eine weistestgehend artgemäße Haltung im Aquarium umzusetzen.
Hier noch ein interessanter Link zum Thema:* Einloggen, um Links zu sehen
Komponente
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BeitragBeitrag #13 vom 19.12.2013 - 20:58  Titel:  

Ich bin Meerwasser unerfahren.
Eigentlich kenne ich die Salzwasser-Tierwelt abseits vom Haus des Meeres nur vom Tauchen und aus dem Urlaub.

Daher diskutiere ja lieber vorher, als nachher einen Blödsinn zu machen.

Mein Gedanke war ja, zuerst einen solide funktionierenden Cube aufzubauen und dann "Fisch" zu besetzen.
Mich persönlich stört bei der Idee nur die Verwendung von Lebengestein, den Grund findet man hier* Einloggen, um Links zu sehen unter "Kritik".

So einen 60 Liter Cube zusammenstellen und dann einen Fisch rein.
So wie hier:* Einloggen, um Links zu sehen

Dabei geht es aber um ein Projekt für meinen Vater, ich denke ich bleibe bei Süßwasser.
Körbchenmuschel
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BeitragBeitrag #14 vom 20.12.2013 - 01:20  Titel:  

Hallo Ina!

Die Themen Tierschutz, fragwürdige Angaben zu Haltungsbedingungen etc haben mich auch veranlaßt, etwas über die Zierfisch-DB des Forums nachzudenken und eine Überarbeitung mit Diskussionsfunktion der einzelnen Felder anzuregen. Dann könnte so nach und nach für die einzelnen Fischarten die verschiedenen Haltungsvorschläge gegenüber gestellt und diskutiert werden.
http://www.zierfischforum.at/vorschlaege-zur-adaptierung-belebung-der-zierfisch-datenbank-t105216.html

Änderungen sind zwar geplant, aber leider weiß noch keiner von uns, was, wann und wie.

Freut mich wieder öfters etwas von dir zu lesen!

lg
Brigitte

Hinzugefügt nach 14 Minuten:

Hi Joe!

Eigenartig, hatte deinen Beitrag vorher noch nicht angezeigt! Grübeln
Ich persönlich finde nichts gegen Lebendgestein einzuwenden, auch wenn ein sorgsamerer und kontrollierterer Abbau sicherlich wünschenswert wäre.

Mir persönlich wäre aber ein Becken mit einem Fisch zu langweilig.
... aber vielleicht bin ich noch nicht alt genug! Lachen

Mit Meerwasseraquarien kenn ich mich ja auch nicht aus, aber im "Haus der Natur" in Salzburg werden Anemonenfische, Seepferdchen, Riesengarnelen (weiß nicht wie die heißen, muss i s nächste Mal schauen) etc in ganz kleinen Becken gehalten.
Sicherlich sind diese an einen großen Kreislauf eingebunden, so wie es das Tierschutzgesetz vorschreibt.
Wenn man aber kleinere Becken offensichtlich stabil zum Laufen kriegt und es Meerestiere gibt, denen auch weniger Platz reicht, dann ....
Mit Harold habt ihr ja auch einen Experten zur Seite.

lg
Brigitte
Komponente
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BeitragBeitrag #15 vom 20.12.2013 - 10:37  Titel:  

In dem 60l Cube schwimmt ein Schleimfisch laut Threadersteller:* Einloggen, um Links zu sehen

Das geht also?
Ginny
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BeitragBeitrag #16 vom 20.12.2013 - 19:53  Titel:  

Hallo Joe,

Selbst wenn man das Tierschutzgesetz, das die Fischhaltung erst ab 200 Liter (Meerwasser) erlaubt, ist eine 60-Liter-Pfützerl schon überhaupt nicht geeignet für Fische jeglicher Größe. Hier kannst du sehen, wie groß z. B. ein Schleimfisch wird. Ein Sera 130 Cube geht schon für kleine Fische, obwohl auch grenzwertig.
Komponente
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BeitragBeitrag #17 vom 20.12.2013 - 19:59  Titel:  

Zitiertes Original-Posting ansehenGinny meint:
Hallo Joe,

Selbst wenn man das Tierschutzgesetz, das die Fischhaltung erst ab 200 Liter (Meerwasser) erlaubt, ist eine 60-Liter-Pfützerl schon überhaupt nicht geeignet für Fische jeglicher Größe. Hier kannst du sehen, wie groß z. B. ein Schleimfisch wird. Ein Sera 130 Cube geht schon für kleine Fische, obwohl auch grenzwertig.


Ok, danke für die Information! Okay
Ich dachte aufgrund des Thread, dass dies so passt.
vw-up
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BeitragBeitrag #18 vom 21.12.2013 - 08:54  Titel:  

ist ja nett, daß ihr euch um mein pfützerl und dessen besatz gedanken macht.
woher ginny die weisheit nimmt ,daß dieser escenius zu groß wird ist mir schleierhaft.
siehe hier * Einloggen, um Links zu sehen

Hinzugefügt nach 3 Minuten:

Zitiertes Original-Posting ansehenGinny meint:
Hallo Joe,

Selbst wenn man das Tierschutzgesetz, das die Fischhaltung erst ab 200 Liter (Meerwasser) erlaubt, ist eine 60-Liter-Pfützerl schon überhaupt nicht geeignet für Fische jeglicher Größe. Hier kannst du sehen, wie groß z. B. ein Schleimfisch wird. Ein Sera 130 Cube geht schon für kleine Fische, obwohl auch grenzwertig.


woher nimmst du diese weisheiten?
Ginny
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BeitragBeitrag #19 vom 21.12.2013 - 10:04  Titel:  

Hallo Helmut,

Wenn der Onlineshop meint, dass das Tier in deine Minipfütze passt, dann mach nur. Schließlich will man Geschäfte machen, egal ob das Tier seinen Bewegungsdrang noch ausleben kann, wenn es erst die Endgröße erreicht.

Hinzugefügt nach 2 Minuten:

Im Übrigen sind auch für diesen Fisch mindestens 150 Liter angemessen: * Einloggen, um Links zu sehen
vw-up
Gast









BeitragBeitrag #20 vom 21.12.2013 - 11:02  Titel:  

ich erspar mir das weitere und nehm deine grosse ;) erfahrung bzgl meerwasseraquaristik zur kenntnis
Beiträge vom vorherigen Thema anzeigen:   
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