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Mindestanforderungen für die Haltung von Meerwasserfischen
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Komponente
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Tierkreiszeichen: Ratte
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BeitragBeitrag #1 vom 17.12.2013 - 23:14  Titel: Frage Mindestanforderungen für die Haltung von Meerwasserfischen

Ich beziehe mich auf diesen Link * Einloggen, um Links zu sehen
und hier auf folgende Passage

Zitat:

2. Mindestanforderungen für die Haltung von Meerwasserfischen
(...)
(11) Für eine dauerhafte Haltung auch kleiner Fischarten ist ein Aquarium mit mindestens 200 Liter Rauminhalt (Länge 100 cm x Breite 50 cm x Höhe 40 cm) einzurichten. Zur Therapie und Aufzucht von Jungfischen bis zur stabilen Futteraufnahme dürfen die Mindestmaße vorübergehend unterschritten werden. Kleinere Aquarien sind nur stabil, wenn sie in direktem Zusammenhang mit Aquarien der Mindestgröße stehen.


Frage 1:
Ist es also in Österreich nicht erlaubt Meerwasserfische in einem Glas unter 200l zu halten?
Meerwassercubes unter 200l sind also ungeeignet?

Frage 2:
Hat man einen Meerwasserglas mit beispielsweise 60cm Kantenlänge und hält darin an Salzwasser gewöhnte Süßwasserfische (zum Beispiel Guppy, Molly oder Segelkärpflinge), gilt dann die Regelung für Süßwasser oder die Regel für Meerwasserfische?



Körbchenmuschel
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BeitragBeitrag #2 vom 18.12.2013 - 01:16  Titel:  

Hallo Joe!

... eigentlich kann es Frage 2 gar nicht geben, denn die Haltung von Guppys & Co in reinem Meerwasser kann eigentlich nicht artgerecht sein und dem Tierschutzgesetz entsprechen.


Aber dennoch (nur mal so gedacht): Am besten überlegt man sich, welchen Sinn die Regelung hat bzw welchen Zweck diese verfolgt.

Ich kenne zB keine "richtigen" Meeresaquarien (sprich: mit Fischen) unter 200l.
Falls der Hintergrund dieser Regelung ist, dass Meeresaquarien unter dieser Größe nicht ausreichend biologisch stabil sind (können aber nur die Meeresaquarianer beantworten bzw weist auch der letzte Satz in Absatz 11 darauf hin), dann würde ich sagen, gilt für an Salzwasser gewöhnte Süßwasserfische die Regel für Meerwasserfische (sofern der Salzgehalt hoch genug bzw mit Meerwasser vergleichbar ist).

Andernfalls würden die Fische weiterhin der Süßwasserregelung unterliegen.

Habs mir jetzt nur so zusammen gebastelt!
Also mal schauen, was noch an Meinungen kommt!

In diesen Fällen gilt aber meist: "Wo kein Kläger, da kein Richter!" Sehr froh!


lg
Brigitte
Harold Weiss
Team Zierfischforum
Team Zierfischforum



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BeitragBeitrag #3 vom 18.12.2013 - 10:10  Titel:  

Hallo Josef!

Zitat:
Ist es also in Österreich nicht erlaubt Meerwasserfische in einem Glas unter 200l zu halten?

Ich denke, dass die Tierhalteverordnung da klar spricht: Nein, es ist nicht erlaubt.

Zitat:
Meerwassercubes unter 200l sind also ungeeignet?

Das ergibt sich daraus schlüssig.

Dass biologisch fundierte, in Meeresaquaristik erfahrene und bezüglich der Ansprüche von Meerestieren kundige Menschen hier zum Teil anderer Meinung sind, ist eine andere Geschichte. Es gibt meines Erachtens sehr wohl (einige wenige) Fischarten, die auch in kleineren Aquarien verhaltensgerecht gepflegt werden können. Die Tierhalteverordnung hat viele Mankos, die ausgemerzt gehörten. Wir (Freunde und ich) arbeiteten hierfür Verbesserungsvorschläge aus, die durch den ÖVVÖ (Österreichischer Verband für Vivaristik und Ökologie) dem Ministerium übermittelt wurden. Die Chancen, dass diese Vorschläge in eine Novellierung einfließen werden, sehe ich allerdings als gering an.

Zitat:
Hat man einen Meerwasserglas mit beispielsweise 60cm Kantenlänge und hält darin an Salzwasser gewöhnte Süßwasserfische (zum Beispiel Guppy, Molly oder Segelkärpflinge), gilt dann die Regelung für Süßwasser oder die Regel für Meerwasserfische?

Darüber findet sich in der Tierhalteverordning keine Aussage.

Lieben Gruß

Harold
Komponente
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Alter: 92
Tierkreiszeichen: Ratte
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Fische: 3513

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BeitragBeitrag #4 vom 18.12.2013 - 10:28  Titel:  

Ich habe soetwas schon befürchtet, Brigitte & Harold.
Dachte, es wäre eine tolle Möglichkeit einen Salzwassereinstieg mit Fischen unter 200l zu machen.

Was das Gesetz betrifft, so habe ich eben nicht vor dieses zu dehnen oder auszulegen.

Danke für eure Antworten!
Körbchenmuschel
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BeitragBeitrag #5 vom 18.12.2013 - 11:58  Titel:  

Hallo Joe!

Kleinere Meerwasseraquarien könnten für lebendes Gestein oder andere Wirbellose geeignet sein (das Gesetz bezieht sich nur auf Fische). Ich verstehe Harold so, dass auch kleinere Meereswasserbecken stabil laufen.
Mein Argument fällt dann also schon einmal weg.

lg
Brigitte
miezetina
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BeitragBeitrag #6 vom 18.12.2013 - 16:29  Titel:  

Hallo,
keine Ahnung was deine Frage soll, denn die Antworten ergeben sich ja von alleine. Allerdings hinkt dein Beispiel gewaltig, da Guppys und Co nunmal Süßwasserfische sind, auch wenn sie manche Leute in Brack- oder Salzwasser halten.

Imho geht es bei der Tierhaltung (im allgemeinen) doch für "verantwortungsvolle" Tierhalter nicht um den Gesetzestext, sondern darum ob ich meinen Tieren - die ich mir ja nur so zum Zeitvertreib in einem Glaskasten halte - wenigstens annehmbare Lebensbedingungen schaffen kann, bei denen die Pfleglinge nicht sofort hopps gehen.

Für mich käme ein 54l Beckelchen, also die Dinger mit 60cm Kantenlänge sowieso nicht für Fische in Frage, egal welchen Salzgehalt das Wasser hat (Selbst meinen Endlern stehen 180 cm Beckenlänge zum Ausschwimmen zur Verfügung Zwinker )

Wenn man jetzt aber nur die Beckenstabilität - sprich die Wasserstabilität hernimmt, dann ist das bei einem 60er Becken schon eine Herausforderung, da einfach das "Standard"-Filtervolumen in diesen Dingern nicht ausreicht.

Klar, häng einen entsprechenden Mattenfilter (für Süßwasser) oder ein entsprechendes Filterbecken (so 100l für Meerwasser) dran, füttere wenig, dann wird auch das stabil laufen, nur das tut nunmal fast keiner, daher dieser Gesetzestext. Wie es mit dem Platzbedarf bei den Meeresfischen ausschaut, da kann dir nur Harold helfen, denn das ist absolut nicht meine Domäne.
Kumonryu
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BeitragBeitrag #7 vom 18.12.2013 - 16:54  Titel:  

Hallo,

dass größere Becken stabiler laufen sollen als kleinere, trifft in der Meeresaquaristik genauso wenig zu wie im Süßwasser. Die Stabilität hängt stets vom Besatz und der Pflege (inklusive Filterung/Wasseraufbereitung) ab. Wird beides mit der notwendigen Sachkunde und Verantwortung ausgeführt, machen auch sogenannte Nanoaquarien keine Probleme. Harolds Kleinaquarien sind ein hervorragendes Beispiel dafür.
Auch bei mir läuft seit 5 1/2 Jahren ein 27l-Meeresbecken, das neben Korallen und Anemonen höhere Tiere beherbergt, die durchaus reichlich gefüttert werden. Besatz und Pflege sind allerdings der Beckengröße angepasst.
Statte ich hingegen ein 1000l-Becken mit einem kleinen Innenfilter aus, "besetze" es mit 25 großen Welsen und wechsel kaum Wasser, geht das genauso schief wie im 30l-Napf mit einem Kampffisch und 10 Guppies.

Im Übrigen gibt es - wie Harold bereits andeutete - sehr wohl Meerwasserfische, die in artgemäß eingerichteten Kleinaquarien gehalten werden können - beispielsweise Arten der Grundelgattungen Eviota, Trimma und Gobiodon oder kleine standorttreue Schleimfische wie Acanthemblemaria. Hier hängt die Tierhalteverordnung dem aktuellen Wissensstand hinterher und dass fachkundige Ausarbeitungen zur Verbesserung nicht angenommen werden, ist mehr als schade.
Was abgesehen von der Tierhalteverordnung jedoch auf gar keinen Fall in derartige Becken gehört, sind Süßwasserfische wie Guppies, die dann vielleicht noch zwischen Korallen umherschwimmen "dürfen". Seltsam

LG
Ina
Ginny
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BeitragBeitrag #8 vom 18.12.2013 - 17:47  Titel:  

Zitat:

Im Übrigen gibt es - wie Harold bereits andeutete - sehr wohl Meerwasserfische, die in artgemäß eingerichteten Kleinaquarien gehalten werden können -

Die Betonung soll auf können liegen, so z. B. kann man auch ein Paar Anemonenfische (vulgo Nemos) in <200 Litern halten, sofern da eine ausreichend große Anemone vorhanden ist und sonst keine Fische drinnen sind, aber ob das wünschenswert ist? Man stelle sich die Fütterung vor, 3 Bröserl Futter 2-3 mal täglich? Ich rede aus Erfahrung, weil ich es (als Anfängerin) auch nicht glauben wollte.

Hinzugefügt nach 5 Minuten:

Was Guppys und andere Brackwasserfische betrifft, man kann sie an Meerwasser gewöhnen, um Futterfische für Räuber zu züchten, aber keinesfalls mit Anemonen halten, denn Brackwasserfische kennen die davon ausgehende Gefahr nicht und werden von so einer Anemone schwuppdiwupp aufgefressen.
Kumonryu
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BeitragBeitrag #9 vom 18.12.2013 - 18:12  Titel:  

Hallo Regina,

wenn du beschreibst, dass die Fütterung unter den beschriebenen Umständen etwas mehr Fingerspitzengefühl erfordert, hast du natürlich recht. Zwinker Die Holzhammermethode (Dose auf und rein damit) funktioniert hier nicht. Das ist aber kein Grund die Haltung per Verordnung zu verbieten.

Nach umgewöhnten Guppies (Süßwasserfische) wurde hier nicht gefragt, um einen nicht frostfutterfesten Raubfisch zu füttern und vor dem Verhungern zu bewahren, sondern um sie zu "halten" und da kann man ganz klar feststellen, dass das nicht artgemäß ist.

Hinzugefügt nach 4 Minuten:

Wieso kann man hier eigentlich nicht editieren? Grübeln

Ich möchte noch anmerken, dass die Fütterungsproblematik sofern man das so sehen möchte, selbstverständlich auch für entsprechend besetzte Süßwasserbecken gilt, wobei es hier nicht derartige Beschränkungen (dafür aber genügend andere Patzer) gibt.
Komponente
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BeitragBeitrag #10 vom 18.12.2013 - 19:49  Titel:  

Vorweg ich kenne Harold persönlich gut.

Ich habe aber nun von verschiedenen Stellen gehört, dass Guppy, Mollys und Segelkärpflinge Brackwasserfische sind, welche unter anderem Salzwasser definitv extrem weichen Süsswasser vorziehen.

Daher komme ich hier
Zitiertes Original-Posting ansehenKumonryu meint:
Hallo Regina,

wenn du beschreibst, dass die Fütterung unter den beschriebenen Umständen etwas mehr Fingerspitzengefühl erfordert, hast du natürlich recht. Zwinker Die Holzhammermethode (Dose auf und rein damit) funktioniert hier nicht. Das ist aber kein Grund die Haltung per Verordnung zu verbieten.

Nach umgewöhnten Guppies (Süßwasserfische) wurde hier nicht gefragt, um einen nicht frostfutterfesten Raubfisch zu füttern und vor dem Verhungern zu bewahren, sondern um sie zu "halten" und da kann man ganz klar feststellen, dass das nicht artgemäß ist.

Hinzugefügt nach 4 Minuten:

Wieso kann man hier eigentlich nicht editieren? Grübeln

Ich möchte noch anmerken, dass die Fütterungsproblematik sofern man das so sehen möchte, selbstverständlich auch für entsprechend besetzte Süßwasserbecken gilt, wobei es hier nicht derartige Beschränkungen (dafür aber genügend andere Patzer) gibt.

nicht mit der Definition als Süsswasserfische klar.

Derselben Argumentation folgend könnte man zum Beispiel die Süsswasserhaltung von Guppys (als Brackwasserfische) ergo ebenfalls nicht artgemäßt wäre

Zwinker
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