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klares wasser - wenig fische ?

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w4tel
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BeitragBeitrag #1 vom 01.11.2016 - 10:45  Titel:  klares wasser - wenig fische ?

eine ganz andere sichtweise auf eines unserer lieblingsprobleme finden wir hier

sie zeigt, daß auch allzu sauberes wasser keine lösung ist. zumindest in den augen der bodensee-fischer, die seit jahren über rückläufige fangzahlen klagen. und das ist keine augenblickliche marotte. das thema wird immerhin bereits seit mindestens 2009 diskutiert

als ursache wird fehlendes algenwachstum durch fehlende nährstoffe angenommen. ein ähnlicher zugang findet sich auf der seite von bernd kaufmann, der ebenfalls herausstreicht, daß man es mit wasserhygiene - stichwort uv-filter - durchaus auch mal übertreiben kann

---

um fehlinterpretationen vorzubeugen: das soll keinen aufruf darstellen, die wasserwechsel einzustellen. die sind so wichtig wie eh und je. aber ein paar algen ab und an (uwi hat erst kürzlich bilder zu einem etwas "naturbelasseneren" becken eingestellt) sind nicht der untergang. sie, und auch das darauf lebende milieu, sind eine wichtige nahrungsergänzung für viele unserer fische



matte
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BeitragBeitrag #2 vom 01.11.2016 - 12:41  Titel:  

Hallo, Wolfgang,

ich verstehe sehr wohl den berechtigten Sinn Deines Starterbeitrags.

Doch Hobby-Neulingen oder Aquarianern, die auch nach Jahren die wasserchemischen Parameter ihres Beckens/ihrer Becken nicht genauer kennen, würde ich zur Orientierung und zur Sicherheit immer aquaristische Faustregeln an die Hand geben.

Z.B.
* Soundsoviel Prozent der jeweiligen Nettowassermenge regelmäßig wöchentlich gegen Frischwasser austauschen
* Niemals Teilwasserwechsel und Komplettreinigung des Filters gleichzeitig
* Im unzugänglichen Bereich des Beckens den angesammelten Mulm einfach liegen lassen

Ein "naturbelasseneres" Becken zu fahren, ist eine relative, schwer greif- und begreifbare Aussage, mit der, man verzeihe mir bitte die Wortwahl, "Durchschnittsaquarianer" (ich zähle auch dazu) nichts wirklich anfangen können.

Allgemein verständlich scheint mir jedoch:
Kleinere Algenbestände sowie flächige Mulmreste im Aquarium liefern von der Menge des darin enthaltenen Kleinstfutters zwar bestenfalls ein minimales Zubrot, sind aber bei bestimmten Fischarten für die Aufrechterhaltung einer funktionierenden Darmflora extrem wichtig (bei Barben oder Welsen etwa).
Zudem ist Mulm eine bevorzugte Siedlungsfläche von die Wassergüte verbessernden Bakterienstämmen.

Viele Grüße
Frank
w4tel
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BeitragBeitrag #3 vom 01.11.2016 - 13:57  Titel:  

.. daneben ist mulm auch noch bevorzugte siedlungsfläche für z.b. tuberkulose-bakterien. ein grund, warum ich persönlich niemals mit mulm aus fremdbecken animpfen würde

naturbelassener unter gänsefüßchen stand im kontext zu uwi's becken. wenn du dir die bilder ansiehst, wirst du und jeder andere "durchschnittsaquarianer" (tiefstapler !) wissen, wie es aufzufassen war ; )

der spielraum zwischen dem, was die einen ein eingefahrenes becken nennen, und wo andere bereits verständnislos den kopf schütteln, ist aber zugegebenermaßen fließend - und bringt an jedem ende der waagschale neben den angestrebten auch jede menge anderer, nicht ganz so erwünschter begleiterscheinungen

das gesichtsfeld dafür zu weiten - vielleicht war das hauptgrund für diesen beitrag

schön, daß du wieder da bist, frank
matte
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BeitragBeitrag #4 vom 01.11.2016 - 14:12  Titel:  

Hallo, Wolfgang,

ein paar Zeilen abseits des eigentlichen Themas.

Dein Stehvermögen bewundere ich!
Wenn ich mir, frei von der Leber weg gesagt, die demotivierend niedrige Zahl der tagtäglich neu geposteten ZIFFO-Beiträge ansehe (in anderen Foren dürfte es nicht besser sein), befällt mich Schwermut.

Ich tue im Rahmen meiner Möglichkeiten, was ich vermag.
Doch, wie Du, täglich oder fast täglich hier online zu sein, das schaffe ich beim besten Willen einfach nicht!

Das Allerbeste wünsche ich Dir ...!
Der periodisch wiederkehrende Frank
eva15
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BeitragBeitrag #5 vom 01.11.2016 - 21:18  Titel:  

Klares Wasser, wenig Fische.

Vor ein paar Monaten sah ich einen TV-Beitrag auf einem süddeutschen Sender, dort beklagte sich die Biologin auf einem Forschungsschiff nicht über die Wasserqualität, sondern die Zunahme der Wassertemperatur.
Die nähme massgeblichen Einfluss auf das Wachstum der Kleinstlebewesen im Bodensee.
Denen werde es, schlicht gesagt zu warm und sie wachsen nicht mehr so reichlich. Nimmt diese Biomasse (Plankton) ab, nimmt logischerweise alles über ihnen der Nahrungskette auch ab.
Da nütze dem See das fast kristallklare Wasser auch nicht.

Als Kind mag ich mich an Gerätschaften im See erinnern. Auf die Frage, was ist das? Die Antwort des Vaters: "Der See wird beatmet, weil er zu wenig Sauerstoff hat und sonst erstickt." Na, das hat gesessen. Ein kollabierender See.
Wenn ich die Wahl hätte? Lieber weniger Speisefische als das Mitanzusehen und sich wundern, kippt er oder kippt er nicht.
Die Sommer werden leider nicht kühler.
Gut, ist nicht der Bodensee, aber nicht weit davon.
Jetzt haben sie mit Lüften im Sommer wieder angefangen, quasi eine Sparegion für Fische, wo sie frische Luft tanken können.
Frage mich dann schon, was die Fische lieber hätten. Genug Sauerstoff zum Atmen oder Nahrung ohne Ende...


Vor ein paar Jahren warfen Meeresbiologen in die Runde, das Ozonloch sowie die Klimaveränderung sei sehr wohl ein globales Problem, denn (überspitzt formuliert) was scherrt die Menschheit ein paar Melanome mehr oder weniger oder blinde Gämsen in den Bergen, wenn das Plankton in den Weltmeeren verbrutzelt.
DAS sei beängstigend und sollte die Alarmglocken läuten lassen bei jedem Menschen.
Nicht nur sei das Plankton die unterste Stufe in der Nahrungskette der Meere, sondern Phytoplankton produziere (50% glaube ich) des weltweiten Sauerstoffes.

Wie immer, die goldene Mitte muss gefunden werden (aufs Becken übertragen).
Ein klinisch sauberes Becken ist genauso suboptimal, wie ein Becken, indem Algen derart überhand genommen haben, das man zu fragen anfängt, ob man sie wenigstens essen könnte...
(Wobei nicht jede Algenart gleich eine Hiobsbotschaft in sich birgt. Gibt Algenarten, die können eher als eine Auszeichnung betrachtet werden.)

Wie auch immer, es kommt darauf an, was man für Ideale verfolgt.
Hat man kristallklares Wasser und bestechende, künstlerische Unterwasserlandschaften vor Augen, dann löst die Vorstellung von Algen im Becken eher Alpträume aus.

Hat man ein Becken in einem für Besucher zentralen Ort und setzt Algen mangelnder Pflege/ Talentfreiheit in diesem Hobby gleich, dann lösen Algen möglicherweise eher Beunruhigung aus als Gelassenheit.

Würde mal tippen, dass Aquarianer, die bei ein wenig Algen nicht gleich zur Chemiekeule greifen oder über eine komplett Sanierung des Beckens nachdenken, in Brennnesseln Schmetterlingsnahrung und Jauche sehen und nicht Unkraut.
Ist alles eine Sache der Perspektive, was man eher möchte und wo man was dulden mag.

Es ist ein Hobby, was uns glücklich machen sollte bei gleichzeitig wenigstens gesunden Fischen.
matte
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BeitragBeitrag #6 vom 03.11.2016 - 14:03  Titel:  

Hallo, Eva,

dieses Thema ist "ein weites Feld".
Man wird trotz ausführlichster, jeweils wissenschaftlich belegbarer Ausführung und "Gegen"ausführung wohl nie zu einem Ende bzw. zu einem einvernehmlichen Einverständnis kommen.

w4tel wollte, wie er selbst schrieb, mit seinem Eingangsbeitrag ja auch nur "das Gesichtsfeld weiten" .... (womöglich ahnend, daß er damit durchaus schon eine ausreichende Initialzündung für eine in der Folge hitzig verlaufende Diskussionswelle "geliefert" haben könnte)

Sei gegrüßt
Frank
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